Freiwassertechniken – Sichten und Orientieren


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Willst du besssere Schwimmzeiten im Triathlon-Wettkampf? Dann optimiere dein Sichten und Orientieren im Freiwasserschwimmen.

Eine weitere triathlonspezifische Freiwassertechnik ist das Sichten und Orientieren. Wie gut du sichten und orientieren kannst, beeinflußt die Strecke, die du schwimmst, deine Schwimmgeschwindigkeit, deine Schwimmzeit und dein Endergebnis im Triathlon oder Langstreckenschwimmen. Schlechte Technik im Sichten und Orientieren kostet dich Zeit und Kraft.

Inhalt

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Warum mußt du im Freiwasserschwimmen sichten und orientieren?

Um einen direkten Weg auf die nächste Boje oder Landmarke zu nehmen, ist es sinnvoll, daß du weißt wohin du schwimmst. Das Wasser in Seen, Flüssen und im Meer ist oft dunkel. Du hast keine Linie auf dem Boden, die dich führt. Was bleibt dir? Du mußt über Wasser Ausschau halten nach der nächsten Boje oder deiner nächsten Landmarke, um deinen Kurs zu bestimmen oder zu überprüfen

Du kannst dich nicht darauf verlassen geradeaus zu schwimmen. Wind, Wellen, Strömungen und deine Mitbewerber sind äußere Einflüsse, die deinen direkten Weg stören. Eine ungleichmäßige [Kraultechnik] ist ein innerer Einflußfaktor, mit dem du selbst deinen direkten Weg störst.

Du kannst dich auch nicht darauf verlassen, daß der Athlet, der vor dir schwimmt geradeaus schwimmt. Du kannst dich auch nicht darauf verlassen, daß eine ganze Gruppe tatsächlich geradeaus schwimmt bzw. den direkten Weg auf die nächste Markierung oder Wende nimmt.

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Wann sichtest und orientierst du dich im Freiwasserschwimmen?

Du sichtest/orientierst dich

  • vor der Boje – auf dem Weg zur Boje/Landmarke
  • an der Boje – beim Umrunden der Boje
  • nach der Boje – auf dem Weg zur nächsten Boje/Landmarke
  • immer, wenn du das Gefühl hast, daß du vom Weg abkommst
  • immer, wenn du überprüfen willst, daß du dich noch auf dem richtigen Weg befindest

Wie geschrieben: Nach der Boje ist vor der Boje.

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Wie oft sichtest und orientierst du dich im Freiwasserschwimmen?

Wie oft DU sichtest und dich im Freiwasser orientierst, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Es gibt innere und äußere Faktoren, die deine Häufigkeit des Sichtens und Orientierens bestimmen.

Innere Faktoren sind

  • Ungleichmäßigkeiten/Fehler in deiner Kraultechnik
  • Unsicherheit im Freiwasser
  • Unsicherheit in Bezug auf den Schwimmkurs (schlechte Vorbereitung)

Äußere Faktoren sind

  • Strömung
  • Wellen
  • Wind
  • Mitbewerber

Du mußt weniger sichten/orientieren, wenn

  • deine Kraultechnik gleichmäßig ist
  • du geradeaus schwimmen kannst
  • Wind, Wellen, Strömungen wenig oder nicht vorhanden sind
  • Mitbewerber Wasserschatten geben UND auf Kurs bleiben
  • du deinen Schwimmkurs kennst
  • du dich sicher im Freiwasser fühlst
  • dein Schwimmkurs wenige oder keine Richtungswechsel aufweist

Du mußt mehr sichten/orientieren, wenn

  • deine Kraultechnik ungleichmäßig ist
  • du Zickzack schwimmst oder Schlagseite hast
  • Wind, Wellen, Strömungen dich in die eine oder ander Richtung abseits deines Schwimmkurses treiben
  • Wellen oder das Wetter deine Sicht behindert
  • Mitbewerber deine Sicht behindern
  • du allein im Feld schwimmst
  • Mitbewerber Wasserschatten geben UND vom Kurs abkommen
  • dein Schwimmkurs häufige Richtungswechsel aufweist

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Welche Techniken gibt es im Sichten und Orientieren für das Freiwasserschwimmen?

Grundsätzlich ist alles erlaubt. Anfänger im Freiwasserschwimmen/Triathlon werden sogar ins Brustschwimmen übergehen oder anhalten um besser zu sehen und sich neu zu orientieren.

Wenn es darum geht das Sichten/Orientieren so ins Kraulschwimmen zu integrieren, daß es am wenigsten stört (= sprich deine Schwimmgeschwindigkeit weitestgehend erhält), dann bieten sich hauptsächlich zwei Techniken an.

Surfen auf dem unteren Arm mit Vorbereitung des Wasserfassens

Beim Surfen auf dem unteren Arm streckst du diesen schulterbreit, in deine Schwimmrichtung geradeaus nach vorn-unten.

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STRECKEN bedeutet, daß dein Arm im Ellenbogengelenk gestreckt ist. Wenn du die Beweglichkeit hast, dann schiebst du deine Schulter ebenfalls noch mit nach vorn. Je besser deine Ganzkörperstreckung, desto besser kommst du automatisch in eine leichte Seitlage, die deinen frontalen Wasserwiderstand reduziert. Bring deinen Daumen in Schwimmrichtung und du mußt dein Ellenbogengelenk strecken.

SCHULTERBREIT hilft dir geradeaus zu schwimmen und stabiler zu bleiben. Außerdem schont es deine Schultergelenke. Nach vorn-unten bereitet dein Wasserfassen vor.

VORN-UNTEN bedeutet, daß deine Hände unter der Wasseroberfläche bleiben, ca. 10-20cm. Durchbrechen deine Hände die Wasseroberfläche oder zeigen dein Arm und deine Hand zur Wasseroberfläche, erzeugst du erneut selbst überflüssigen, frontalen Wasserwiderstand und bremst dich selbst aus.

Dabei hebst du dein Gesicht kurz nach vorn aus dem Wasser und machst eine Momentaufnahme, wie einen Schnappschuß. Je nach Wassersituation nur die Augen (wie ein Krokodil) oder mehr, wenn erforderlich. Auch beim Gesicht nach vorn aus dem Wasser heben im Sichten/Orientieren gilt: So viel wie nötig und so wenig wie möglich. Du bringst dein Gesicht so schnell wie möglich entweder zur Seite zum Atmen oder zurück ins Wasser.

Wenn du beim ersten Mal Sichten nicht ausreichend gesehen hast, was du sehen willst, wiederholst du dieses kurze Sichten nach vorn, so lange bis du gesehen hast, was du sehen wolltest.

Du atmest zur Seite – Kraulatmung. Entweder im gleichem Armzug. Oder du trennst das Atmen (die Kraulatmung) vom Sichten/Orientieren und atmest erst beim nächsten Armzug (ohne Sichten/Orientieren) zur Seite.

Du unterstützt dein Surfen auf dem unteren Arm beim Sichten/Orientieren mit Körperspannung, Streckung und etwas mehr gezieltem, aktiven Beinschlag.

Achte darauf BEIDE Arme abwechselnd zum Surfen zu benutzen. Einseitiges Belasten macht einseitig und ermüdet hauptsächlich den benutzten Arm und die damit verbundenen Strukturen. Vor allem in Verbindung mit der Kraulatmung.

Diese Technik bietet sich dir an, auf dem Weg von Boje zu Boje (Landmarke zu Landmarke), beim Schwimmen von längeren, geraden Strecken und “relativ” ruhigem Wasser.

Wasserballkraul

Bei Wasserballkraul bleibt dein Kopf kurz (fast) komplett außerhalb des Wassers. Du erhöhst kurz deine Armzugfrequenz. Machst 3-6 kürzere, schnellere Armzüge. Du unterstützt dein Wasserballkraul mit Körperspannung und aktivem Beinschlschlag.

Du atmest nach vorn und sichtest/orientierst gleichzeitig. Halte diesen Zeitraum so kurz wie möglich und so lang wie nötig.

Das Wasserballkraul ermöglicht dir einen längeren Blick nach vorn, ist dafür etwas anstrengender.

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Hast du dein Ziel (Boje/Landmarke) zu deiner Zufriedenheit gesehen, dann senkst du deinen Kopf wieder und schwimmst Kraul weiter mit deiner üblichen Armzugfrequenz.

Wasserballkraul ist eine Freiwassertechnik des Sichtens/Orientierens, die sich v.a. in unruhigem Wasser, mit höheren Wellen anbietet, und immer dann, wenn deine Sicht auf die nächste Boje/Landmarke versperrt ist. Auch bei Positionskämpfen im Pulk direkt an den Wendebojen wirst du vermutlich besser mit Wasserballkraul sichten können.

Du kannst jederzeit situationsabhängig zwischen den beiden Techniken hin und her wechseln.

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Tipps & Tricks für das Sichten und Orientieren im Freiwasserschwimmen

Schau beim Sichten/Orientieren dorthin, wohin du schwimmmen willst. Richte deine gesamte Bewegung in die Richtung aus, in welche du schwimmen willst. Erzeuge Vortrieb in deine Schwimmrichtung.

Wenn du an einer Markierungsboje vorbeischwimmst, kannst du evtl. beim Atmen (Kraulatmung auf die Seite der Boje) deinen Abstand zur Boje und deine Schwimmrichtung kontrollieren. Auch hier ist es dein Vorteil auf beide Seiten atmen zu können.

Kurzes, häufigeres Sichten und Orientieren ist meiner Meinung nach vorteilhafter als langes Sichten Orientieren.

Warum? Sichten und Orientieren stört immer deinen Bewegungsfluss und damit deine Schwimmgeschwindigkeit, weil du deinen Kopf nach vorn heben mußt. Egal wie gut du es kannst, du wirst dich immer ausbremsen. Je weniger hoch du deinen Kopf (dein Gesicht) aus dem Wasser nach vorn-oben hebst, desto weniger bremst du dich aus.

Du mußt immer bei egal welcher Technik des Sichtens/Orientierens mit Körperspannung und Beinschlag dagegen arbeiten, um deine Wasserlage und damit deine Schwimmgeschwindigkeit aufrecht zu halten.

Das kostet dich zusätzliche Kraft. Je geringer dein Kopfheben ausfällt, desto geringer die Bremswirkung und desto geringer der zusätzliche Krafteinsatz zur Stabilisierung und Tempoerhalt.

Je höher du deinen Kopf aus dem Wasser hebst, desto stärker bremst du dich aus, desto mehr verlierst du an Schwimmgeschwindigkeit, desto mehr mußt du mit Körperspannung und Beinschlag dagegen arbeiten, wenn du deine Schwimmgeschwindigkeit aufrecht erhalten willst.

Natürlich ist es von der jeweiligen Wassersituation abhängig, wie hoch du deinen Kopf heben mußt um für dich optimal zu sichten.

Beide Freiwassertechniken des Sichtens und Orientierens kannst du bereits im Schwimmbecken üben. Um diese Techniken fließend in dein Kraulschwimmen zu integrieren, baue sie ganzjährig, regelmäßig in dein Schwimmtraining ein.

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Vermeide diese Fehler im Sichten und Orientieren im Freiwasserschwimmen

Fehler in der Armhaltung, dem Unterwasserarmzug

In vielen Ratgebern läßt sich lesen, daß du deinen Arm nach unten drücken sollst, um zu sichten. Das halte ich für falsch. Da sehr viele Triathleten ohne schwimmerische Historie Fehler im Unterwasserarmzug haben und sowieso schon den Arm zu früh und mit gestrecktem Ellenbogen nach unten drücken, wird beim Sichten und Orientieren diese negative Tendenz weiter verstärkt.

Was passiert, wenn du deinen Arm nach unten drückst? Du drückst dich nach oben. Was ist deine Schwimmrichtung? Geradeaus nach vorn! Wenn du dich nach oben drückst, schwimmst du nicht geradeaus nach vorn, sondern nach oben. D.h. du erzeugst hauptsächlich Vortrieb nach OBEN anstatt nach vorn. Das ist Zeit- und Kraftverschwendung.

Wenn du dich nach oben drückst, bringst du deinen Kopf weiter aus dem Wasser (was in unruhigem Wasser und bei Wellengang notwendig ist), aber gleichzeitig bremst du dich aus, reduzierst deinen Vortrieb und damit deine Schwimmgeschwindigkeit. Außer du kannst mit entsprechender Körperspannung und gezieltem Beinschlag dagegen halten. Aber Hand aufs Herz: Welcher Triathlet/Langstreckenschwimmer (ohne schwimmsportlichem Hintergrund) macht das schon? Viele Schwimmzeiten lassen vermuten: die wenigsten.

Wasserlage verschlechtern

Kopf heben beeinflußt direkt und unmittelbar deine Wasserlage. Dein Kopf wiegt ca. 4-5kg. Hebst du deinen Kopf aus dem Wasser und wirfst ihn ihn den Nacken, dann verlagerst du 4kg in Richtung deiner Füße. Zudem öffnen sich deine Beine. Du fällst ins Hohlkreuz. Deine Hüften, Beine und Füße sinken ab. Du erzeugst sofort höheren frontalen Wasserwiderstand, der sich sofort auf deine Schwimmgeschwindigkeit und deinen Krafteinsatz auswirkt.

Auch hier mußt du mit Körperspannung und gezieltem, aktiven Beinschlag gegensteuern, willst du deine Schwimmgeschwindigkeit aufrecht erhalten.

Beinschlagfehler

  • zu wenig/kein/Pause im Beinschlag
  • fehlerhafter Beinschlag
  • Ausweichbewegungen im Beinschlag

Du brauchst deinen Beinschlag unbedingt, um dein Schwimmtempo während des Sichtens/Orientierens aufrecht zu erhalten. Du brauchst deinen Beinschlag weiter um Richtungswechsel, deine Wasserlage, deine Streckung nach vorn, deine Kraulatmung, deine Kraftübertragung über die Rotation und deinen Vortrieb zu unterstützen.

Keinen Beinschlag zu machen, ist eine schlechte Idee, die dich im Wettkampf Zeit kostet.

Ein Neoprenanzug mag dir eine bessere Wasserlage schenken, aber schwimmen, mußt immer noch du selbst. (Kraul)Schwimmen ist ein Ganzkörpersport. Der Beinschlag gehört dazu.

Fehler in der Kopfhaltung

Kopf unangemessen hoch heben (z.B. in ruhigem Wasser)

Wie hoch du deinen Kopf zum Sichten/Orientieren aus dem Wasser hebst, bestimmt die jeweilige Situation. Hebst du deinen Kopf jedesmal zu hoch aus dem Wasser (= unangemessen hoch für die jeweilige Situation), dann verschwendest du Kraft (Abbremsen, neu Beschleunigen, mehr Wasserwiderstand) und verschenkst Zeit, weil du deine Wasserlage verschlechterst.

Fehler in der Kraulatmung

Fehler in der Kraulatmung verursachen erhöhten Wasserwiderstand bei jeder Atmung. Mehr Wasserwiderstand bremst dich aus, kostet dich mehr Kraft, macht dich langsam. Du bist gut beraten ganzjährig an deiner Kraulatmung zu arbeiten, wenn du im Wettkampf schneller schwimmen willst. Obwohl die Kraulatmung zu den Grundlagen des Kraulschwimmens gehört, bremsen sich viele Triathleten unnötig dabei aus.

Ein weiterer Fehler im Zusammenhang mit Kraulatmung und Sichten/Orientieren tritt auf, wenn du versuchst zuerst zur Seite zu atmen und sofort im Anschluß daran nach vorn zu sichten (= falsche Reihenfolge, wenn du Sichten/Atmen in einem Armzug verbindest). Das ist ziemlich anstrengend und bringt dich wahrscheinlich komplett aus dem Rhythmus deines Kraulschwimmens. Die Reihenfolge: zuerst nach vorn Sichten/Orientieren, dann zur Seite atmen (wenn du beides zusammen in einem Armzug verbindest), hat sich in meiner Praxis als die sinnvollere und weniger anstrengende herausgestellt.

Wenn du Sichten/Orientieren und Atmen trennst, dann ist die Reihenfolge egal, denn das eine kommt immer vor dem anderen, in egal welcher Reihenfolge.

Je mehr Fehler du sammelst, desto mehr machst du eine Vollbremsung bei jedem Sichten/Orientieren. Nach ein Vollbremsung mußt du erneut beschleunigen. Bis zur nächsten Vollbremsung…Jede Vollbremsung führt zum Geschwindigkeitsverlust. Eine erneutes Beschleunigen kostet dich zusätzliche Kraft. Beides kostet dich Zeit.

Wenn du dir überlegst, daß du alle 3-10 Armzüge sichtest/orientierst und jedesmal eine Vollbremsung hinlegst, dann wird dir vielleicht klar, warum deine Schwimmzeiten so langsam sind. Eine einfache Rechnung verdeutlicht dir das Potenzial, das du verschenkst:

Angenommen, du schwimmst 1500m mit 1500 Armzügen. Du sichtest alle 4 Armzüge. Dann sichtest du 375 mal. Wenn du bei jedem Sichten und Orientieren nur 1/10 Sekunde verlierst, dann verlierst du bereits 37,5 Sekunden nur dadurch, daß du dich jedesmal beim Sichten und Orientieren ausbremst. UND du mußt mehr Kraft einsetzen, bei jeder erneuten Beschleunigung.

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Videos

Hier ein paar Videos auf YouTube, die dir die Freiwassertechniken im Sichten und Orientieren zeigen (Englisch).

Sighting for Open Water Swimming
Gute Demonstration von Geradeaus schwimmen und Sichten/Orientieren.

Open Water Swimming Tips and Techniques: Stroke Mechanics for rough water swimming
Das Video zeigt gut das Sichten und Orientieren in unruhigem Wasser.

Open water swimming – sighting technique with Keri-anne Payne
Keri-Anne Payne zeigt hier die beiden Techniken des Sichtens/Orientierens im Pool und gibt noch ein paar Tipps zur Wahl der Schwimmbrille.

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Fazit

Je mehr Fehler du beim Sichten und Orientieren machst, desto anstrengender ist dein Kraulschwimmen im Freiwasser und desto langsamer sind deine Schwimmzeiten.

Je weniger Fehler du beim Sichten/Orientieren machst, desto besser erhältst du deine Schwimmgeschwindigkeit aufrecht, desto weniger Kraft verschwendest du und desto besser sind deine Schwimmzeiten.

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Trainingsangebote

Komm zu uns ins Freiwassertechnik-Training und optimiere dein Sichten und Orientieren.

Ziehst du Trainereinzelstunden vor, dann buche ein Freiwassertechnik-Training im 1:1-Training (= 1 Athlet : 1 Trainer).

Buche einen der 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshops und optimiere die Grundlagen deiner Kraultechnik. Verbessere deinen passiven Vortrieb (WS-1), bremse dich selbst weniger aus und schwimme so leichter und schneller. Verbessere deinen aktiven Vortrieb (WS-2) und erzeuge leichter Vortrieb, der dich tatsächlich vorwärts bringt.

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Kontakt

Fordere weitere Infos zu Trainings & Workshops unter dieser E-Mail Adresse an:
vera (dot) honoschenko (at) schwimmstudio (dot) de
oder benutze das Kontaktformular auf Schwimmstudio.de.

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Freiwassertechniken – Bojen umrunden


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Eine weitere triathlonspezifische Freiwassertechnik im Kraulschwimmen ist das Umrunden von Bojen.

Hast du es geschafft geradeaus zu schwimmen und den direkten Weg zur ersten Wendeboje zu nehmen, stehst du nun vor dem Problem die Boje zu umrunden. Möglichst stressfrei, elegant und schnell. D.h. ohne Zeit zu verlieren.

Inhalt

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Welche Bojen gibt es?

Es gibt Markierungs- und Wendebojen. Wie der Name schon sagt, dienen die Markierungsbojen dazu den Streckenverlauf anzuzeigen. Wendebojen zeigen dir einen Richtungswechsel an.

Bojen haben unterschiedliche Größen, Formen und Farben. Sinnvoll wäre es, wenn sie immer so groß wären, daß sie problemlos vom Wasser aus jederzeit gesichtet werden können.

Leider ist das der Idealfall und nicht die Regel. Oft sind sie von Land aus gut erkennbar, aber sobald du dich im Wasser befindest, kannst du sie nicht mehr sehen. Aus diesem Grund empfehle ich dir – wenn möglich – trotz Bojen gut erkennbare Landmarken zu finden, welche du vom Wasser aus erkennen kannst, und die dir deine Schwimmrichtung anzeigen.

Nach der Boje ist vor der Boje. Sobald du die Boje umrundet hast, sichte/orientiere und halte sofort Ausschau nach der nächsten Markierungs- oder Wendeboje.

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Einflußfaktoren im Bojen umrunden

Wie du am besten eine Boje umrundest, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Diese Einflußfaktoren sind:

Streckenverlauf

  • U-Turn (Wendepunktstrecke, 180°-Wende)
  • Viereckskurs (Rundkurs, 90°-Wende)
  • Dreieckskurs (Rundkurs, Spitze-Wende)

Je nachdem wie deine Schwimmstrecke abgesteckt ist, ändert sich der Winkel in welchem du nach einer Boje weiter schwimmen mußt. Unterschiedliche Wendewinkel, erfordern eventuell unterschiedliche Techniken im Umrunden der Boje. Je nachdem ob du eine Boje im oder entgegen den Uhrzeigersinn umrunden mußt, ändert sich deine Technik von rechts auf links.

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Informationen dazu, welchen Kurs du in deinem Triathlon-Wettkampf (oder Wettkampf im Langstreckenschwimmen) zu schwimmen hast, findest du in der Ausschreibung der jeweiligen Veranstaltung oder spätestens in der Wettkampfbesprechung. Sollten die Informationen in der Ausschreibung fehlen, dann erkundige dich direkt beim Veranstalter.

Achte auch auf Hinweise WIE du die Bojen zu umrunden hast: Nur außen, oder ob du auch innen umrunden darfst. Ob alle nur außen zu umrunden sind oder nur die Wendemarken. Zuwiderhandlung kann in deiner Disqualifikation enden. Im Triathlon werden die Athleten mit solchen Details meistens nicht gefordert. Im Langstreckenschwimmen dagegen häufiger.

Wenn du beim Umrunden der Boje nicht die ganze Zeit mit dem Kopf aus dem Wasser schwimmst, sondern je nach angewandter Technik “Kraul” schwimmst, dann atme zur Seite der Boje damit du sie im Blickfeld hast. Hier ist es für dich wieder einmal von Vorteil auf beide Seiten atmen zu können.

Gruppe oder Einzelschwimmer

Auch die Anzahl und Ordnung der gleichzeitig an der Boje ankommenden Athleten beeinflußt dein Wendeverhalten. Du kommst entweder in einer Gruppe oder als Einzelschwimmer an der Boje an. Das wirkt sich aus auf den Platz, den du zum Wenden hast, deinen Abstand zur Boje, das Ausmaß des Körperkontakts und die Höhe deines Stresslevels.

Je nachdem, ob du den “Luxus” hast allein um eine Boje herum zu schwimmen, oder ob du im Pulk ankommst um eine Boje zu umrunden, brauchst du vielleicht unterschiedliche Strategien.

Im Pulk: Gute Schwimmer, mit guter Technik, breitem Handlungsrepertoire, einer guten Portion Aggressivität und Durchsetzungsfähigkeit wählen den engsten Weg direkt um die Boje. Im Pulk ist Körperkontakt vorausgesagt. Schwächere Schwimmer wählen besser einen etwas weiteren Bogen um die Boje herum, um Wasserschlucken, Stress, Tritte und Schläge zu vermeiden.

Als Einzelschwimmer: Kannst du problemlos die Ideallinie nehmen.

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Wetter, Strömungsbedingungen

Wetter und daraus resultierend Wind und Wellen erfordern von dir eventuell andere Techniken im Umrunden einer Boje als ein glatter, ruhiger See mit strahlendem Sonnenschein. Strömungen können mit Richtungswechseln im Schwimmen entweder plötzlich auftreten oder sich verändern.

Schwimmerische Fähigkeiten, Kenntnisse

  • Wie solide sind deine kraultechnischen Fähigkeiten?
  • Wie sicher fühlst du dich im Freiwasser?
  • Wie gut ist dein Navigations-IQ?
  • Kennst du mehr als eine Technik Bojen zu umrunden?

Je besser deine schwimmerischen Fähigkeiten, je wohler du dich im Freiwasser fühlst, je besser dein Navigations-IQ und je größer dein Handlungsrepertoire, desto aggressiver kannst du schwimmen und um eine gute Position um die Boje herum kämpfen. D.h. im Pulk einen engen Weg um die Boje herum.

Trifft das alles nicht auf dich zu, dann bist du mit einer konservativen Strategie besser beraten. D.h. im Pulk mehr Abstand zu Boje und zu anderen Schwimmern.

Brustschwimmer, Kraulschwimmer

Die Technik zum Umrunden einer Boje ändert sich für dich je nachdem ob du Kraul oder Brust schwimmst. Dieser Beitrag widmet sich nur den Techniken für das Kraulschwimmen.

Für langsame Kraulschwimmer (im Wettkampf) gilt: Halte dich fern von Brustschwimmern. Das gilt immer, aber besonders an Bojen. Ein Tritt egal wohin kann den Rest deines Wettkampfes negativ beeinflussen, und schlechtestenfalls deinen Wettkampf vorzeitig beenden.

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Welche Möglichkeiten eine Boje zu umrunden gibt es?

  • enge Wende – so nah wie möglich an der Boje
  • weite Wende – mit Abstand zur Boje

Eine enge Wende so nah wie möglich an der Boje bietet sich für dich an, wenn du

  • allein (als erster, als letzter oder mittendrin) an die Boje kommst
  • als guter, aggressiver, durchsetzungsstarker Schwimmer im Pulk an die Boje kommst
  • mit teilweise heftigem Körperkontakt zurecht kommst

Eine weite Wende mit Abstand zu Boje bietet sich für dich an, wenn du

  • als weniger guter, weniger aggressiver, weniger durchsetzungsstarker Schwimmer im Pulk an die Boje kommst
  • teilweise heftigem Körperkontakt weniger gut zurecht kommst
  • beim Anschwimmen der Boje bereits bemerkst, daß sich ein Stau an der Boje bildet

Dein Abstand zur Boje richtet sich nach der jeweiligen Situation und deinem Gusto.

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Techniken des Bojen umrundens

Inneren Armzug verkürzen

Ein Fehler, der dich im Kreis schwimmen läßt, wird hier zu einer korrekten Technik, wenn es darum geht eine Boje zu umrunden. Bei dieser Technik verkürzt du absichtlich deinen inneren – zur Boje zugewandten – Armzug. Diese Verkürzung läßt dich einen Bogen um die Boje herum schwimmen. Nach dem Umrunden der Boje schwimmst du wieder mit (hoffentlich) gleichmäßig-langen Armzügen weiter.

Surfen auf dem Innenarm

Bei dieser Technik läßt du deinen inneren Arm (der Arm, der zur Boje liegt) stehen. D.h. du streckst ihn knapp unter der Wasseroberfläche in deine Schwimmrichtung nach vorn. Vermeide es nach unten zu drücken. Sondern benutze den inneren Arm als Verlängerung deines Körpers um darauf zu “surfen”.

Dein äußerer Arm (der Arm, der weiter weg von der Boje ist), macht mehrere, schnelle, kürzere Armzüge und betont dabei die Richtung in welche du schwimmen willst (= um die Boje herum). Das ganze unterstützt du mit Körperspannung und aktivem, kompaktem Beinschlag. Du kannst deinen Kopf außerhalb des Wassers halten, damit du siehst wo du hin schwimmst oder dein Gesicht zwischendurch immer wieder ins Wasser senken. Wenn du deinen Kopf/dein Gesicht aus dem Wasser hebst, denke an zusätzliche Körperspannung und Beinschlag. Sonst sinken dir deine Hüften und Beine ab. Und du mußt den zusätzlich von dir erzeugten Wasserwiderstand mit jedem Armzug überwinden.

Wechsel von Kraul/Rückenkraul (Korkenzieher)

Mit dieser Technik rotierst du einmal komplett um deine Längsachse. Du schraubst dich wie ein Korkenzieher durch das Wasser. Du läßt deinen inneren Arm stehen. Der innere Arm ist der Boje zugewandt. Dann drehst du dich auf deinen Rücken zur Boje hin, wie bei Rückenkraul. Dein innerer Arm und dein Beinschlag halten deinen Vortrieb aufrecht. Deine Körperspannung hilft dir deine Wasserlage zu halten. Dein äußerer Arm schwingt mehr oder weniger über deinen Kopf in deine zukünftige Schwimmrichtung und du setzt deinen Weg mit Kraul fort.

Die Technik ist nur geeignet, wenn du viel Platz hast und – ich würde sagen – relativ ruhiges Wasser. Ansonsten sind die anderen beiden Techniken vorteilhafter.

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Wann wendest du welche Technik an?

Inneren Armzug verkürzen oder auf dem Innenarm surfen:

  • Wenn du wenig Platz hast
  • wenn du in der Gruppe zur Boje kommst
  • wenn du eine enge Wende schwimmst
  • bei spitzen Wenden oder 180°-Wenden

Wechsel von Kraul/Rückenkraul (Korkenzieher) oder inneren Armzug verkürzen oder auf dem Innenarm surfen:

  • wenn du viel Platz hast
  • wenn du allein zur Boje kommst
  • wenn du eine weite Wende schwimmst
  • bei einer 90°-Wende

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Links zu Bojen-Umschwimmen-Videos auf YouTube

Videos mit Demonstrationen und Tipps zum Bojen umrunden (Englisch)
Die meisten Demonstrationen zeigen einen einzelnen Athleten dabei, wie er die Boje bei ruhigem Wasser umschwimmt. Eine Wettkampfsituation zeigen nur die letzten beiden Videos aus 10k-Rennen.

Ninety Degree Turn Around Buoy
Kraul/Rückenkraul (Korkenzieherwende)

Triathlon Open Water Turns

Open Water Swim Tips – Buoy Turns

2010 Open Water National Championships second buoy turn

Tactics & Techniques of Elite Open Water Swimmers
Zusammengeschnittener 10k-Open-Water-Wettkampf. Bojen umrunden bei ca. 0:52 bis 1:23. Feeding bei ca. 2:00.

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Fazit

Wie du siehst, kannst du wertvolle Sekunden auch beim Umrunden von Wendebojen verlieren. Deshalb übe die triathlonspezifischen Freiwassertechniken wie beispielsweise das Umschwimmen von Bojen regelmäßig und ausreichend ganzjährig in deinem Training.

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Trainingsangebote

Buche ein Freiwassertechnik-Training. Lerne und übe u.a. die Techniken, wie du eine Boje im offenen Gewässer umrundest. Spare wertvolle Sekunden in deinem nächsten Triathlon-Wettkampf.

Buche den 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 1 (WS-1) und arbeite an den Grundlagen deiner Kraultechnik, welche die Basis für deine Freiwassertechniken darstellen.

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Kontakt

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Freiwassertechniken – Geradeaus schwimmen


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Eine weitere triathlonspezifische Freiwassertechnik ist das Geradeaus Schwimmen. Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Gerade. Die kürzeste Verbindung ist auch der Weg, der direkt von einem Punkt zum anderen führt. Und ist die Strecke zwischen zwei Punkten die kürzeste, und die direkteste Verbindung, dann ist sie meistens auch die schnellste Verbindung.

  • Warum eierst du dann bei jedem Armzug von links nach rechts?
  • Warum wechselst du bei jedem Armzug deine Schwimmrichtung?
  • Warum schwimmst du absichtlich mehr Meter als nötig?
  • Warum bremst du dich bei jedem Armzug absichtlich aus?

Inhalt

  • Warum ist das Geradeaus Schwimmen im Freiwasserschwimmen so wichtig?
  • Wie stellst du fest, ob du geradeaus schwimmst oder nicht?
  • Was verursacht das gefürchtete Eiern, Schlängeln, Pendeln im Kraulschwimmen?
  • Wie schwimmst du im Freiwasser geradeaus?
  • Irrtümer über das Geradeaus schwimmen im Freiwasser
  • Fazit
  • Trainingsangebot
  • Kontakt
  • Links
  • Ohne die Linie am Boden, die sie stur verfolgen können, fällt es vielen Triathleten schwer geradeaus zu schwimmen.

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    Warum ist das Geradeaus Schwimmen im Freiwasserschwimmen so wichtig?

    Im Freiwasserschwimmen hilft dir geradeaus schwimmen

    • weniger Strecke zu schwimmen
    • den direkten Weg zwischen zwei Orientierungspunkten zu schwimmen
    • weniger Sichten/Orientieren zu müssen
    • Zeit zu sparen
    • Energie (Kraft) zu sparen
    • einen Vorteil gegenüber deinen Mitbewerbern im Wettkampf zu haben
    • eine schnellere Schwimmzeit in der Auftaktdisziplin im Triahtlon-Wettkampf zu erreichen
    • über eine schnellere Schwimmzeit eine schnellere Gesamtzeit im Triathlon-Wettkampf zu erreichen
    • unabhängig von anderen Athleten sicher und tatsächlich den kürzesten Weg zu nächsten Boje zu schwimmen

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    Wie stellst du fest, ob du geradeaus schwimmst oder nicht?

    Ob du geradeaus schwimmst oder nicht stellst du am schnellsten fest, indem du mit geschlossenen Augen schwimmst. Das kannst du im Training im Freiwasser üben und im Schwimmbecken.

    Im Training im Freiwasser kommt dir normalerweise niemand entgegen. Stelle sicher, daß du freien Platz geradeaus, links und rechts von dir hast, um 10, 20, 30 Armzüge mit geschlossenen Augen zu schwimmen. Suche dir einen Orientierungspunkt auf welchen du in gerader Linie zuschwimmen willst. Schließe deine Augen und schwimme für 10-30 Armzüge in die von dir angepeilte
    Richtung OHNE zu Sichten/Orientieren. Öffne nach 10-30 Armzügen deine Augen und kontrolliere durch Sichten und Orientieren, ob du immer noch in direkter Linie auf dein ursprünglich angepeiltes Ziel zuschwimmst, oder ob du mehr oder weniger deinen Kurs korrigieren mußt.

    Im Schwimmbecken stellst du VORHER sicher, daß dir niemand entgegen kommt. Oder du begrenzt deinen Blind-Schwimm-Versuch auf maximal 10 Armzüge. Auch dafür stellst du VORHER sicher, daß du für die 10 Armzüge freie Bahn hast. In abgeleinten Bahnen reichen maximal 10 Armzüge um festzustellen, wie weit du dich von deiner rechten Begrenzungsleine entfernt hast.

    Exzellente Übungen, um herauszufinden, ob bei dir eine Ungleichmäßigkeit im Armzug vorliegt – egal ob in Sachen Kraft und/oder Technik, sind alle einarmigen Übungen.
    Wassergefühlsübungen wie Wasserfassenübung, Scullings, Zugphasenübung, Entenpaddeln. Oder Koordinationsübungen wie 1-armig-Kraul. Wobei hier die Variante mit angelegtem passivem Arm wirkungsvoller ist.

    Mit großer Wahrscheinlichkeit wirst du die Ungleichmäßigkeiten in deinem Armzug nur feststellen, wenn du a) die Übungen beherrschst (= nicht nur kennen, sondern können) und b) während der Ausführung nicht schummelst.

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    Was verursacht das gefürchtete Eiern, Schlängeln, Pendeln im Kraulschwimmen?

    Vermeide diese Fehler, wenn du geradeaus zu schwimmen beabsichtigst:

    • Fehler in der Kopfhaltung (pendeln/unruhig, zu hoch)
    • Bewegungsausrichtung deiner Arme im Überwasserarmzug (ÜWAZ) (Vorbereitung des Überkreuzens im Eintauchen und in der Unterwasserphase)
    • Überkreuzen in der Eintauchphase der Hände
    • Überkreuzen in der Unterwasserphase (im Unterwasserarmzug)
    • Fehlende Körperspannung
    • Fehlender/mangelhafter Beinschlag
    • Mangelhaftes Gleichgewicht (Ausweichbewegungen)
    • Überrotation
    • Fehler in der Kraulatmung
    • Ungleichmäßigkeiten im Unterwasserarmzug (Kraft, Technik)
    • Ungleichmäßigkeiten im Beinschlag (Fußhaltung, Bewegungsausführung)
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    Je mehr Fehler (= der o.g. möglichen Fehler) du pro Armzug machst, desto größe kann die Abweichung von deiner Ideallinie sein. Desto mehr Strecke schwimmst du. Desto mehr Energie/Kraft mußt du einsetzen. Desto mehr Zeit verlierst du.

    Stelle die Fehler in deiner Kraultechnik ab, spare Zeit, spare Strecke und schwimme einfach schneller und leichter geradeaus.

    Andere Ursachen, warum du nicht geradeaus schwimmen kannst, (trotz guter Technik) sind: Strömung, Wind und Wellengang. Auf diese Ursachen geht dieser Beitrag jedoch nicht ein, denn Strömung, Wind und Wellen kannst du nicht verändern. Du kannst dich nur an die vorhandenen Situationen anpassen.

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    Wie schwimmst du im Freiwasser geradeaus?

    Ganz einfach: Indem du die o.g. Fehler vermeidest, wie der Teufel das Weihwasser.
    Das heißt für dich: Verbessere deine Kraultechnik pro Armzug bzw. pro Bewegungszyklus (= Gesamtbewegung Kraul).

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    Irrtümer über das Geradeaus schwimmen im Freiwasser

    Ein Dreierzug (= 3er-Atmung) läßt dich nicht automatisch geradeaus schwimmen. Wenn du Fehler in deiner Kraulatmung hast und andere der oben gelisteten Fehler, dann ist dein Atemrhythmus völlig egal. Ein Atemrhythmus ist ein Atemrhythmus. Er beseitigt keine Fehler in der Kraulatmung und auch keine sonstigen Fehler. Die Fähigkeit bilaterial zu atmen, unterstützt eine gleichmäßigeren Bewegungsentwicklung und damit auch muskulären Entwicklung. Ungleichmäßigkeiten reduzieren sich eher, aber auch nicht von allein. Nichts passiert von allein.

    Sichten und Orientieren hat mit Geradeaus Schwimmen nur bedingt etwas zu tun. Das Zickzack-Schwimmen ist ein Symptom für Fehler in der Kraultechnik. Weniger eine Folge des mangelnden Sichtens/Orientierens. Du mußt auch Sichten und Orientieren, wenn du geradeaus schwimmen kannst. Aber du mußt deutlich MEHR Sichten/Orientieren, wenn du nicht geradeaus schwimmen kannst und durch das Wasser eierst. Damit bekämpfst du ein Symptom, aber nicht die Ursache. Das scheinen selbst Buchautoren und andere Artikelschreiber zu verwechseln.

    Auch das betonte Aufstellen beim Start entgegen der eigenen Richtung in welche du abdriftest (beispielsweise: du treibst immer nach rechts, also stellst du dich absichtlich ganz weit links beim Start auf) ist nur eine Symptombehandlung. (Ausnahme: Bei vorhandenen Strömungen, Wellen, Windverhältnissen, die eine solche Aufstellung erfordern.) Die Fehler in deiner Kraultechnik, die dich abdriften lassen, bleiben weiter vorhanden.

    Die Leute kommen teilweise auf weitere interessante Symptom-Behandlungs-Ideen: Beispielsweise einen Stein in die andere Hand zu nehmen und damit zu schwimmen. Wie gesagt: Auch das stellt nicht den (oder die) vorhandenen Fehler in deiner Kraultechnik ab, der dein Herumeiern im Wasser verursacht. Sondern das Prinzip ist wie beim Pullbuoy: Du suchst nach einer Krücke auf der du dich ausruhen kannst, anstatt die Ursache (= Fehler in der Kraultechnik) abzustellen.

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    Fazit

    Geradeaus schwimmen macht dich bereits im Training schneller. Du schwimmst in gerader Linie. Du schwimmst auf direktem und damit kürzestem Weg von Punkt A zu Punkt B. Und das ist unabhängig davon, ob es sich dabei um eine Boje im Freiwasser oder eine Wand im Schwimmbecken handelt. Schwimmst du “gerader-aus”, dann sparst du dir Kraft, Strecke und damit Zeit.

    Geradeaus schwimmen gehört mit zu den Grundlagen des Kraulschwimmens. Fällt es dir schwer geradeaus zu schwimmen, dann hast du Fehler in den Grundlagen deiner Kraultechnik. Arbeite an mehr an den Grundlagen deiner Kraultechnik, anstatt an deiner Ausdauer.

    Durch mehr Ausdauertraining schwimmst du nicht gerader aus. Mehr Ausdauertraining hilft dir bestenfalls die zusätzliche Strecke – die du aufgrund deiner Fehler zurücklegst – durch verbesserte Fitness leichter zurück zu legen. So etwas nennt sich Symptombehandlung. Wenn das dein Ziel ist, bitte.

    Leider schwimmen die meisten Triathleten zu wenig, um tatsächlich über ihre Schwimmfitness besser schwimmen zu können. Sorry. Zweimal pro Woche schwimmen ist genauso viel wie zwei mal pro Woche laufen: Das absolute Minimum.

    Der schlaue Triathlet findet die Ursachen (Fehler in der Kraultechnik). Stellt die Ursachen ab. Und schwimmt mit gleichem, lockeren Krafteinsatz einfach schneller. Er schwimmt gerade aus, weil seine Kraultechnik ihm das ermöglicht, ohne Kraft zu verschwenden.

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    Trainingsangebot

    Suchst du Unterstützung um deine Freiwassertechniken – wie z.B. das Geradeaus schwimmen – zu verbessern?

    Dann buche den Intensiv-Workshop Freiwassertechniken Triathlon und lerne gezielt geradeaus zu schwimmen.

    Komm zu uns ins Gruppen-Freiwassertraining in einem See im Osten von München. Lerne und vertiefe Freiwassertechniken bei persönlicher Betreuung in Minigruppen.

    Buche eine Trainerstunde im Freiwassertraining um ausschließlich an deinen individuellen Herausforderungen in den triathlonspezifischen Freiwassertechniken zu arbeiten.

    Du bist unzufrieden mit deinen Schwimmzeiten? Du weißt nicht, was du falsch machst? Du weißt nicht, warum du trotz Training langsam bleibst? Dann buche eine Videoanalyse und Schwimmstudio.de zeigt dir dein Verbesserungspotenzial.

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    Kontakt

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    Freiwassertechniken – Wasserschattenschwimmen


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    Das Kraulschwimmen im Freiwasser ist etwas anderes als das Kraulschwimmen im Schwimmbecken. Wenn deine Kraultechnik solide sitzt, kommt der Zeitpunkt an welchem du beginnst die triathlonspezifischen Freiwassertechniken zu üben und zu trainieren. Ohne diese triathlonspezifischen Freiwassertechniken fehlt dir ein Puzzleteil zu deinem Erfolg in der Auftaktdisziplin Schwimmen im Triathlonwettkampf.

    Eine der triathlonspezifischen Freiwassertechniken, die dir einige Vorteile im Wettkampf verschafft, wenn du sie richtig machst, ist das Wasserschattenschwimmen.

    Inhalt

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    Was ist Wasserschattenschwimmen?

    Wasserschattenschwimmen ist eine Freiwassertechnik. Das heißt, es ist eine Schwimmtechnik, die du hauptsächlich im Training oder Wettkampf in freien Gewässern anwendest. Du kannst sie jedoch bereits im Pool trainieren.

    Wasserschatten schwimmen ist eine Technik, die im Kraulschwimmen benutzt wird.

    Wasserschattenschwimmen ist so ähnlich wie Windschattenfahren im Radsport. Es gehören mindestens zwei Triathleten dazu. Einer, der voraus schwimmt und den Wasserschatten spendet. Und einer, der hinterher schwimmt (oder nebenher) und den Wasserschatten nutzt.

    Ungleich dem Windschattenfahren beim Radfahren in den meisten Triathlonwettkämpfen, ist Wasserschatten schwimmen eine legitime Technik. Das heißt du darfst sie jederzeit im Triathlon-Wettkampf anwenden.

    Auch Zugvögel nutzen eine ähnliche Technik im Fliegen oder Wasservögel/Fische/Meeressäuger im Schwimmen.

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    Was bringt Wasserschattenschwimmen?

    Wasserschattenschwimmen bringt dir eine Kraftersparnis. Der Athlet, der vor dir schwimmt “öffnet” das Wasser für dich und erzeugt eine Art Wasserschneise, die du in bestimmtem Abstand und an bestimmter Position nutzen kannst, um mit weniger Krafteinsatz leichter und ggfs. schneller zu schwimmen.

    Das Kraulschwimmen wird leichter für dich. Dein Belastungsempfinden reduziert sich für dich. Du kannst mit gleichem Krafteinsatz schneller schwimmen, sofern der Triathlet vor dir (oder neben dir, der dir den Wasserschatten spendet) etwas schneller schwimmt als du.

    Die mögliche Krafteinsparung im Wasserschattenschwimmen ist abhängig

    • von deiner Position zum Wasserschattengeber
    • von deinem Abstand zum Triathleten, der den Wasserschatten erzeugt
    • von deiner Fertigkeit (= Qualität) des Wasserschatten schwimmens
    • von der Größe, Breite des Schwimmers, der dir den Wasserschatten spendet
    • und von der Schwimmgeschwindigkeit des Triathleten, der dir das Wasserschattenschwimmen ermöglicht

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    Welche Positionen gibt es im Wasserschattenschwimmen?

    Im Wasserschattenschwimmen gibt es hauptsächlich zwei Positionen:

    1. Direkt hinter dem Wasserschattengeber.
    2. Auf Hüfthöhe neben dem Wasserschattengeber.

    Weitere Positionen sind

    • Auf Achselhöhe.
    • Direkt daneben auf gleicher Höhe.
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    Je größer dein Abstand zu deinem Wasserschattengeber ist, desto geringer ist deine Kraftersparnis. Das Wasser nimmt den Platz wieder ein, nachdem ein Schwimmer es auseinander geschoben hat um hindurch zu schwimmen. Und die Sogwirkung läßt nach.

    Das bedeutet im Umkehrschluß je kleiner dein Abstand zu deinem Wasserschattengeber ist, desto größer ist deine Kraftersparnis. Je nachdem wo du liest, wird von einer Krafteinsparung von 20-30% geschrieben. Und die Herzfrequenz kann bis um 7% sinken.

    Aber du kannst auch beim Wasserschattenschwimmen ein paar Fehler machen.

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    Vermeide diese Fehler im Wasserschattenschwimmen

    Behindern oder stören des Wasserschattengebers

    Wenn du im Wasserschatten schwimmst, nutzt du einen Vorteil, den dir ein anderer Athlet verschafft. Das bedeutet für dich, daß du es definitiv unterlassen solltest, diesen Athleten zu behindern.

    Behindern bedeutet beispielsweise, daß du ihm jedesmal mit deinen Händen auf die Füße schlägst, weil du unfähig bist den richtigen Abstand zu halten. Oder du schwimmst immer wieder seitlich in den Athleten hinein, weil du nicht geradeaus schwimmen kannst und unfähig bist Abstand zu halten.

    Du wirst nachvollziehen können, daß der Athlet, der dir (unfreiwillig) einen Vorteil verschafft äußerst angepißt ist, wenn du ihn auch noch behinderst. Entsprechend ungehalten können die Reaktionen ausfallen.

    Lerne den richtigen Abstand zu finden und zu halten. Das ist die Kunst am richtigen und wirksamen Wasserschattenschwimmen. Lerne vorausschauendes Schwimmen in Bezug auf das Abstand halten (wie im Straßenverkehr und beim Radfahren v.a. in der Gruppe). Denn Abstände verändern sich beispielsweise bei Tempoveränderungen (Abbremsen, Beschleunigen).

    Deshalb: Wenn du Wasserschatten schwimmen willst, dann übe und trainere diese Technik VOR DEINEM WETTKAMPF ausreichend im Schwimmbecken und im Freiwasser.

    24h-Schwimmen sind beispielsweise eine sehr gute Trainingsmöglichkeit für das Wasserschatten schwimmen im Pool mit einer mehr als ausreichenden Anzahl an ständig wechselnden Wasserschatten-Gebern.

    Und jedesmal, wenn viel Betrieb im Schwimmbecken herrscht, hast du ebenfalls ausgezeichnete Gelegenheit deine Fähigkeiten im Wasserschattenschwimmen zu trainieren. (Neben deiner Kraultechnik natürlich.)

    Zu schneller Wasserschattengeber

    Ein weiterer Fehler besteht darin an zu schnellen Schwimmern (Triathleten) dran bleiben zu wollen. Das heißt, du hast dich in der Auswahl deines Wasserschattengebers überschätzt. Der vor dir schwimmende Athlet sollte nur etwas schneller sein als du. Etwas bedeutet ca. 3-5 Sekunden auf 100m. Du merkst recht schnell, ob deine Wahl für dich richtig war oder falsch, denn entweder verausgabst du dich im sinnlosen Versuch nicht abreißen zu lassen oder du mußt den schnelleren Schwimmer einfach ziehen lassen.

    Zu langsamer Wasserschattengeber

    Das Gegenteil von einem für dich zu schnellen Wasserschattengeber ist ein für dich zu langsamer Schwimmer. Er bremst dich aus und hält dich zurück.

    Der Glaube nicht Wechseln zu dürfen

    Wenn du feststellst, daß der vor dir schwimmende Athlet für dein Schwimmtempo zu langsam ist, um einen Nutzen aus seine Wasserschatten zu haben, dann such dir einen anderen Schwimmer, der schneller schwimmt. Es kann sein, daß du erst wieder ein Stück allein schwimmen mußt, bis du dich dem nächsten Triathleten anschließen kannst. Es kann natürlich auch sein, daß du keinen passenden Wasserschattengeber mehr findest, wenn du deine Chance beim Start vergeben hast.

    Vermeide Brustschwimmer

    Halte dich fern von Brustschwimmern. Abgesehen davon, daß die meisten Kraulschwimmer schneller als die meisten Brustschwimmer (im Triathlon) sind, sind Brustschwimmer die denkbar schlechtesten Wasserschattengeber für Kraulschwimmer. Zur Seite treten sie aus und nach vorn – wenn du hinter ihnen schwimmst – ist es ebenfalls ein völlig anderer Rhythmus, der dich mit großer Wahrscheinlichkeit irritiert.

    Du wirst schnell feststellen, daß es auch unterschiedliche Qualitäten in den Wasserschatten-Gebern gibt. Hinter manchen Athleten willst du gar nicht schwimmen und den Wasserschatten nutzen, aufgrund von beispielsweise irritierendem Beinschlag, ständigen abrupten Tempiwechseln, unrhythmischem Schwimmen oder ständigem Verschwimmen.

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    Tipps und Tricks für das Wasserschattenschwimmen

    Hier noch ein paar nützliche Tipps und Tricks zum Wasserschattenschwimmen.

    Wenn du seitlich in ca. Hüfthöhe oder besser in Achselhöhe deines Wasserschattengebers schwimmst, dann atme zur Seite deines Wasserschattengebers. Warum? Du kannst deinen Abstand besser kontrollieren. Zu nah, und du störst. Zu weit weg, und du verlierst den Vorteil des Wasserschattens.
    In diesem Fall ist es von Vorteil, daß du die Kraulatmung zu beiden Seiten beherrschst, da du nie vorher weißt, auf welcher Seite du schwimmen wirst.

    Es hilft den Rhythmus, das Timing und die Armzugfrequenz des Wasserschattengebers zu kopieren, wenn möglich. Das gilt für das Schwimmen auf Hüfthöhe und das Schwimmen hintereinander. Warum? Bewegungsharmonie erzeugt eine Eigendynamik. Abstand halten und dich “mitziehen lassen” von dem anderen Schwimmer fallen dir leichter, wenn du “synchron” mit ihm schwimmst.

    Am angenehmsten schwimmt es sich Wasserschatten hinter Triathleten mit einer guten Technik. Das heißt auch deren Beinschlag ist entweder gut (kompakt, aktiv, rhythmisch, gezielt) und/oder sie machen wenig. Das heißt auch, daß ihre Kraultechnik so gut ist, daß sie wenig Ausweichbewegungen im Beinschlag machen.

    Ein Nachteil des Wasserschattenschwimmens an den Füßen des Schwimmers vor dir, besteht darin, daß du ständig in unruhiges Wasser greifst, wenn der Schwimmer mit viel Beinschlag arbeitet. Das verschlechtert die Griffigkeit des Wassers für das Wasserfassen und deinen Abdruck nach vorn. Dieser Effekt ist geringer in Hüfthöhe neben dem Schwimmer. Aus diesem Grund kann es sinnvoll werden die Position zu wechseln.

    Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß deine Sicht nach vorn durch den vor dir schwimmenden Triathleten geblockt wird. Bojen sind vom Wasser aus gesehen oft viel kleiner und schlechter zu sehen, als von Land aus. In diesem Fall mußt du dich mehr darauf verlassen, daß dein Wasserschattengeber tatsächlich geradeaus schwimmt und den möglichst direkten Weg zur Boje nimmt. Wenn nicht, hast du Pech gehabt…

    Wenn du auf Hüfthöhe neben einem guten Schwimmer schwimmst, kann es sein, daß du jedesmal Wasser ins Gesicht bekommst, wenn du atmest, denn ein guter Schwimmer wird seinen Armzug tatsächlich unterhalb der Hüfte am Oberschenkel beenden. Schlechtere Schwimmer beenden ihren Armzug unter Wasser oft früher.

    Ein großer (breiter) Schwimmer erzeugt einen größeren Wasserschatten als ein kleiner, schmächtiger Schwimmer.

    Ein höheres Schwimmtempo des wasserschatten-erzeugenden Triathleten bringt einen größeren Wasserschatten (mehr Sogwirkung) für den oder die Wasserschattennutzer.

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    Welche weiteren Vorteile bringt dir Wasserschattenschwimmen?

    Ein weiterer Vorteil des Wasserschattenschwimmens ist, daß du unter Umständen weniger Sichten und Orientieren mußt, sofern dein Wasserschattengeber gut im Sichten und Orientieren ist und den direkten Weg auf die jeweiligen Boje nimmt. Leider weißt du das nicht im Vorfeld (außer dein Wasserschattengeber ist dein Trainingspartner). Deshalb ist das ein Wert, den du selbst immer wieder überprüfen mußt. Wie? Durch regelmäßiges eigenes Sichten und Orientieren.

    Jedes Sichten und Orientieren bremst dich aus und erzeugt zusätzlichen Wasserwiderstand. Egal, wie gut du es kannst. Wenn du weniger Sichten und Orientieren mußt, kostet dich das nochmals weniger Energie und du bremst dich weniger aus. Das heißt, du erzeugst weniger Wasserwiderstand und mußt weniger Energie einsetzen um entweder deine Schwimmgeschwindigkeit zu halten oder (schlechtestenfalls) erneut zu erreichen.

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    Fazit

    Wasserschattenschwimmen ist eine taktische Freiwassertechnik, die dir richtig eingesetzt und richtig ausgeführt energiesparende Vorteile im Wettkampf bringt.

    Wie ALLE Techniken, die du im Triathlon-Wettkampf einsetzen willst, übst du auch das Wasserschatten schwimmen ausreichend umfangreich in deinem Training BEVOR du es im Wettkampf einsetzt.

    Die Reihenfolge lautet: ZUERST grundlegende Kraultechniken (Wasserlage mit Gleichgewicht, Körperspannung, Kopfhaltung, Gewichtsverlagerung, Kraulatmung;, Armzug (ÜWAZ, UWAZ), Beinschlag, etc.), DANN trainierst du deine triathlonspezifischen Freiwassertechniken, wie beispielsweise das Wasserschattenschwimmen.

    Sitzen die Grundlagen deiner Kraultechnik nicht, nützten dir auch die triathlonspezifischen Freiwassertechniken wenig. Du bleibst weiter langsam.

    Hast du Fragen? Ist etwas unklar? Dann hinterlasse einen Kommentar.

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    Häufige Fehler im Freiwasserschwimmen Triathlon


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    Das Freiwasserschwimmen im Triathlon hat zusätzliche spezielle Anforderungen an deine technischen Fähigkeiten im Kraulschwimmen. Beherrschst du diese triathlonspezifischen Techniken nicht, kostet es dich Zeit in der Auftaktdisziplin Schwimmen und damit in deiner Finish-Zeit im Triathlon-Wettkampf.

    Je mehr Fehler du pro Bewegungszyklus einbaust, desto langsamer bist du und desto anstrengender ist das Kraulschwimmen für dich.

    Nachfolgend findest du eine Auflistung der häufigsten Fehler im Freiwasserschwimmen im Triathlon.

    INHALT

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    Fehler in der Kraulatmung

    • Kopf heben
    • nach Hinten-oben sehen
    • einseitiges Atmen
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    Fehler in der Kraulatmung wie das Kopf heben oder das nach hinten-oben Sehen bremsen dich bei jeder Kraulatmung aus. Da du jeden zweiten oder dritten Armzug atmest, legst du bei jedem 2. oder 3. Armzug eine Vollbremsung hin. Deine Wasserlage verschlechtert sich automatisch dabei. Du machst zusätzliche, ausbremsende Ausweichbewegungen um dich zu stabilisieren. Du mußt erneut beschleunigen. Du trittst wieder auf die Bremse. usw. usf. Das macht dich langsam. Das kostet dich zusätzliche Kraft.

    haeufige-fehler-im-freiwasserschwimmen-triathlon-kraulatmung-2-veras-triathlon-blog
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    Einseitiges Atmen wird für dich unter bestimmten Bedingungen zu einem Problem. Auf langen Strecken führt einseitiges Atmen zu Verspannungen in Nacken- und Schultermuskulatur, die dich für den Rest deines Triathlon Wettkampfes begleiten.

    Einseitige Kraulatmung wird für dich ebenfalls eine Problem, wenn der Schwimmkurs so verläuft, daß die Sonne genau auf dieser Seite steht und du die ganze Schwimmstrecke über jedesmal in die Sonne siehst. Da hilft dir selbst eine getönte oder verspiegelte Schwimmbrille nichts. Es wird unangenehm und kann zu vorübergehenden Sehstörungen führen.

    Du hast weiter ein Problem, wenn du nur auf eine Seite atmen kannst und ein neben dir schwimmender Athlet schaufelt dir ständig das Wasser ins Gesicht oder noch besser: schlägt dir ins Gesicht.

    Lerne deine Kraulatmung zu verbessern, so daß du aufhörst dich bei jeder Kraulatmung auszubremsen. Lerne die Grundlagen einer bilateralen Kraulatmung. Bremst du dich nicht mehr aus bei jeder Kraulatmung, mußt du dich nicht jedesmal neu beschleunigen. Das spart dir Kraft. Das macht das Kraulschwimmen für dich leichter. Das macht dich schneller.

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    Fehler beim Sichten/Orientieren

    • zu weites aus dem Wasser heben beim Sichten/Orientieren
    • keine Trennung von Sichten/Orientieren/Atmen

    Anstatt den unteren Arm zur Stabilisierung und die Streckung zu benutzen, stützen sich viele Triathleten darauf ab, um sich weiter nach oben zu drücken, um weiter aus dem Wasser heraus zu kommen. Den Arm nach unten zu drücken, bedeutet keine Bewegung nach vorn, wo du hin willst, sondern hauptsächlich eine Bewegungsausrichtung nach oben. Dort wo du eigentlich nicht hin willst.

    Wenn du gleichzeitig sichtest/orientierst und dabei nach vorn atmest, dann hebst du deinen Kopf zu weit aus dem Wasser und bremst dich aus. Jedesmal. Bei jedem Sichten/Orientieren sinken deine Hüften und Beine ab und verschlechtern damit deine Wasserlage. Du erzeugst zusätzlichen Wasserwiderstand, mit dem du dich ausbremst. Das macht dich langsam. Du mußt jedesmal neu beschleunigen. Das kostet zusätzliche Kraft. Damit verlierst du Zeit und Energie. Sichte/Orientiere (dich) nach vorn und atme dann zur Seite, wie bei der Kraulatmung. Achte darauf deinen Kopf wieder möglichst flach ins Wasser zu bringen und nur zu drehen.

    Sichten/Orientieren ist immer eine Unterbrechung deines Schwimmrhythmus – egal wie gut du es kannst. Es geht immer darum so wenig Störung wie möglich zu verursachen. Das bedeutet für dich, halte deinen Kopf so tief wie möglich und so hoch wie nötig beim Sichten und Orientieren. Auch hier ist die Höhe von der Umgebungssituation abhängig. Ist das Wasser relativ ruhig, blickst du nur wie ein Krokodil mit deinen Augen nach vorn. Unruhiges Wasser mit höheren Wellen erfordern es, daß du deinen Kopf etwas höher aus dem Wasser hebst um die nächste Markierungsboje zu sehen.

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    Fehler beim Umrunden von Bojen

    • mangelhafte Bewegungskompetenz oder Handlungsflexibilität beim Umrunden von Bojen

    Mangelhafte Bewegungskompetenz und Handlungsflexibilität zeigt sich darin, wenn Triathleten glauben, daß es nur eine einzige Lösung für ein bestimmtes Problem gibt. Beispielsweise das Umrunden von Bojen. Hier spielt die jeweilige vorhandene Situation eine entscheidende Rolle. Je nachdem ob du als erster oder allein die Boje umrunden kannst oder in einem Pulk von mehreren aggressiven Schwimmern die Boje umrundest, ist eine andere Strategie angebracht.

    Die typischen Tipps zum Umrunden einer Boje im Triathlon-Wettkampf beziehen sich häufig auf eine Idealsituation. Die Idealsituation besteht darin, daß du allein die Boje umrundest. Dann kannst du logischerweise den engsten Weg um die Boje nehmen.

    Wenn du im Pulk dort ankommst, haben die anderen Triathleten ebenfalls diesen Tipp irgendwo gelesen und alle nehmen den engsten Weg um die Boje. Das führt dann entweder zu Schlägereien oder Staus. Vorausschauendes Schwimmen ist – wie vorausschauendes Fahren im Verkehr – für die meisten Athleten ein Fremdwort (oder zwei). Es gibt tatsächlich Situationen – v.a. in Wettkämpfen mit großem Starterfeld und Massenstarts – wo du aufgrund der entstehenden Staus mehrere Minuten vor einer Boje warten darfst. Weil alle den gleichen Weg nehmen wollen…(Ich warte auf den Tag, wo es Schwimm-Navigation für Triathleten gibt und eine freundliche Frauenstimme ertönt: “Bitte JETZT wenden.” …)

    Die nächsten Variationen im Umrunden von Bojen ergeben sich je nachdem ob du in einem 90-Grad-Winkel weiter schwimmst (beispielsweise Dreiecks- oder Vierecks-Kurse) oder ob du eine Wendepunktstrecke mit einer (fast) 360-Grad-Kehre zu schwimmen hast.

    Weiter hängt es von deiner Bewegungskompetenz ab, welche Art von Wende du durchführen kannst. Ein Anfänger zieht es wahrscheinlich vor mit Brustschwimmen die Boje zu umrunden. (Sehr zum Leidwesen der Athleten um ihn herum.) Während ein erfahrener Triathlet den Wechsel von Kraul/Rückenkraul oder die Verkürzung des inneren Armzugs beherrscht.

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    Fehler in der Kraultechnik

    Beispielsweise:

    • fehlende Körperspannung
    • überkreuzen beim Eintauchen der Hände
    • kein Beinschlag
    • zu viel Beinschlag

    Die meisten Fehler in deiner Kraultechnik werden auch durch einen Neoprenanzug nicht aufgehoben. Dein Neoprenanzug verbessert dir “nur” deine Wasserlage und reduziert den Reibungswiderstand deiner Haut. Der Neo korrigiert dir keine Fehler in der Kopfhaltung, in der Kraulatmung, im Beinschlag, im Gleichgewicht oder im Armzug.

    Fehlende Körperspannung macht sich auch mit Neoprenanzug bemerkbar: Du schlängelst von links nach rechts. Erzeugst dabei zusätzlichen Wasserwiderstand. Und schwimmst ein paar zusätzliche Meter durch deine ständigen Richtungswechsel. Du mußt häufiger deine Schwimmrichtung korrigieren. Dazu mußt du häufiger Sichten und dich neu orientieren. Liegen auch dort Mängel in der Bewegungsausführung vor, bremst du dich gleich nochmals aus. Vielleicht geht dir jetzt ein Licht auf, warum deine Schwimmzeiten so langsam sind…

    Überkreuzt du beim Eintauchen deiner Hände deine (gedachte) Körpermittellinie, verstärkst du die Tendenz im Kraulschwimmen hin und her zu pendeln. Dieses Überkreuzen setzt sich gern unter Wasser unter dem Körper fort und führt zu weiterer Instabilität. Du wechselst ständig die Richtung. Du mußt häufiger deine Schwimmrichtung korrigieren. Du schwimmst mehr Strecke als notwendig. Du machst Ausweichbewegungen um dich im Gleichgewicht zu halten. Alles zusammen kostet dich zusätzlich Kraft und Zeit.

    Viele Hobbytriathleten verzichten komplett auf den Beinschlag, besonders sobald sie einen Neoprenanzug angezogen haben. Das ist ein Fehler mit schweren Folgen. Die Beine werden dann leblos – vielleicht auch noch gegrätscht – hinter sich her geschleift. Ohne Muskelaktivierung. Vielleicht auch noch mit bodenwärts gerichteten Zehenspitzen. Damit sinken dir deine Beine trotz Neoprenanzug ab. Und/oder sie pendeln von links nach rechts. Beides erzeugt zusätzlichen Wasserwiderstand, mit dem du dich selbst ausbremst und deine Schwimmzeiten verschlechterst.

    Schwimmen ist ein Ganzkörpersport. Schwimmen bleibt auch mit Neoprenanzug ein Ganzkörpersport. Niemand verlangt von dir den Beinschlag eines Leistungsschwimmers. Aber ein aktiver, kompakter, akzentuierter Beinschlag hilft dir deinen Körper in Bewegungsrichtung zu stabilisieren, deine Wasserlage zu verbessern, deinen aktiven Vortrieb, Beschleunigungen und Richtungsänderungen zu unterstützen und Ausweichbewegungen zu reduzieren.

    Auf der anderen Seite finden sich Triathleten, die ständig zu viel und v.a. wirkungslosen Beinschlag ausführen. Ein wirkungsloser Beinschlag verbraucht nur unnötige Energie, ohne Vortrieb oder auch nur Stabilität zu erzeugen. Beinschlag ist eine Teilbewegung aus der Gesamtbewegung des Kraulschwimmens, die ebenfalls trainiert werden will, wenn du sie aktiv und hochfrequent im Wettkampf einsetzen willst.

    Änderst du deine Beinschlag-Taktik kurzfristig im Eifer des Wettkampf-Gefechts, wirst du evtl. mit Krämpfen auf die Radstrecke gehen. Einen 6er-Beinschlag über 1500m oder 3,8km kannst du dir wahrscheinlich nur als Triathlet mit leistungssportlichem Hintergrund im Schwimmen erlauben. Alle anderen sind gut beraten so viel Beinschlag wie nötig und so wenig wie möglich zu machen.

    Dies sind nur ein paar Beispiele der am häufigsten zu beobachtenden Fehler in der Kraultechnik. Alle Fehler in deiner Kraultechnik wirken sich negativ auf deine Wettkampfzeit im Schwimmen aus.

    Hier findest du einen Beitrag zu den 10 häufigsten Technikfehlern im Kraulschwimmen. So lange du keine 1:20min/100m im lockeren Tempo schwimmen kannst (das ist das Wettkampftempo der guten Schwimmer unter den Triathleten; was 20 Minuten auf 1500m oder einer 50:40min auf 3,8k entspricht;) hast du mit großer Wahrscheinlichkeit noch genug Fehler in deiner Kraultechnik, die du verbessern kannst.

    .

    Fazit

    Deine Beherrschung der triathlonspezifischen Techniken im Freiwasserschwimmen entscheidet mit über deine Schwimm- und deine Endzeiten in deinem nächsten Triathlon-Wettkampf.

    Die Summe der Fehler in deiner Kraultechnik und den triathlonspezifischen Schwimmtechniken, die du machst oder nicht machst, bestimmt dein Schwimmtempo und deine Wettkampfzeit.

    Buche den WS-3 und verbessere deine triathlonspezifischen Schwimmtechniken, wie Sichten/Orientieren, Bojen umrunden, Wasserstarts, Wasserschattenschwimmen, deine Kraulatmung u.v.m. Schwimme leichter und schneller. Komme im Wettkampf früher und erholter aus dem Wasser heraus.

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    Baur-Triathlon 2014 in Burgkunstadt – Zuschauerbericht


    baur-triathlon-2014-schwimmen-veras-triathlon-blog
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    Am Pfingstsonntag, den 08. Juni 2014 fand in Burgkunstadt am Main zum 14. mal der Baur-Triathlon statt. Burgkunstadt liegt im hügelreichen und malerischen Oberfranken. Ca. 2,5std Autofahrt von München entfernt.

    Aus Spaß an der Freud habe ich mir einen Teil des Baur-Triathlon als Zuschauer angesehen und dabei “ein paar” Fotos gemacht.

    Hinweise zu den Fotos:

    Fotos, die den Vermerk “Sportfotograf-Bayern.de” tragen, (und eine große Auswahl an weiteren Fotos vom Baur-Triathlon 2014) findest du in erstklassiger Auflösung (ohne Beschriftung) unter Sportfotograf-Bayern.de.

    Ich habe mich auf den Schwimmstart, den Schwimmausstieg und den Übergang zu T2 (Rad-Lauf) konzentriert.

    Das Teilnehmerfeld des Baur-Triathlons war begrenzt auf maximal 250 Einzelstarter und 50 Staffeln. Das sorgt für Übersichtlichkeit und eine familiäre Athmosphäre.

    Die meisten Athleten schienen aus der näheren oder weiteren Umgebung Burgkunstadts zu stammen oder “Mehrfachtäter” zu sein, denn viele wurden durch den Moderator der Veranstaltung namentlich angesprochen.

    Folgende Wertungen bot der Baur-Triathlon 2014 an:

    • Einzel- und Staffelwettbewerb
    • Bayerische Paratriathlon Meisterschaften 2014
    • Allgemeine Klasse mit allgemeiner Wertung
    • Staffelwertung
    • Handicap-Einzel und Staffelwertung

    Die zu absolvierenden Strecken betrugen

    • Schwimmen 1500m
    • Radfahren 40km
    • Laufen 10km

    Also eine Olympische Distanz.

    Für die Bayerische Paratriathlon Meisterschaften betrugen die Distanzen

    • Schwimmen 0,5km
    • Radfahren 20km
    • Laufen 7km

    Die Strecken konntest du entweder als Einzelstarter oder in der Staffel mit 3 Athleten oder in einer Staffel mit 2 Athleten absolvieren. Im Einzelwettbewerb absolviert ein Einzelstarter alle drei Teildisziplinen hintereinander. Im Staffelwettbewerb mit 3 Teilnehmern absolviert je ein Athlet eine Teildisziplin. Im Staffelwettbewerb mit 2 Teilnehmern absolviert ein Teilnehmer zwei Teildisziplinen und ein Teilnehmer eine Teildisziplin.

    PRAXISTIPP: Wenn du gern mal Triathlon-Wettkampfluft als Aktiver schnuppern willst, dir aber noch keinen ganzen Triathlon zutraust, dann mach doch einfach bei einem Triathlon mit, der einen Staffel-Wettbewerb anbietet. Motiviere zwei weitere Freunde, sucht euch einen Namen für euer Team und los geht’s! Auf der Olympischen Distanz beispielsweise: Der Baur-Triathlon in Burgkunstadt. (Auch auf der Volksdistanz (0,5km-20km-5km) gibt es Staffel-Wettbewerbe für die allgemeine Wertung.)

    Die Homepage des Baur-Triathlons ist gut (= funktionell ohne überflüssigen Schnickschnack) programmiert und übersichtlich. Du findest schnell alle notwendigen Informationen zum Triathlon-Wettkampf und kannst sie entweder direkt im Web lesen oder als .pdfs herunterladen.

    Zwar waren T1 und T2 identisch, d.h. der Wechsel von Schwimmen zum Rad und der Wechsel vom Rad zum Lauf fanden in der gleichen Wechselzone statt, aber das Ziel am Ende der Laufstrecke war im ca. 8km entfernten Nachbarort.

    PRAXISTIPP: Hier lohnt es sich die Ausschreibung gründlich zu lesen, um herauszufinden, welche Wechselbeutel oder Wärmebeutel notwendig sind. Und welche logistischen (Transport-)Zeiten eingehalten werden müssen, wenn entweder Wechselzonen oder Start und Ziel örtlich deutlich auseinander liegen.

    Das Wetter bot am Wettkampftag strahlenden Sonnenschein, blauen, wolkenlosen Himmel und Lufttemperaturen von satten 30°C. Ein ab und zu etwas böiger Wind versprach etwas mehr Anstrengung auf der anspruchsvollen Radstrecke.

    Der Schwimmstart fand ca. 200m von der Wechselzone entfernt statt. So pilgerten die Athleten in praller Sonne quer über das Feld zum geplanten Einstieg in den Main.

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    Ich fragte mich, ob diejenigen, die mit Neo über dem Arm noch in ihren Neoprenanzug reinkommen würden, und ob diejenigen, die im Neoprenanzug die 300m zurücklegten (der Einstieg in den Main befand sich nochmals weitere 100m vom Schwimmstart entfernt), bereits im eigenen Saft gekocht wurden.

    PRAXISTIPP: Auf dem Weg im eigenen Saft zu garen, ist wahrscheinlich die bessere Lösung. Ein Kompromiß ist es den Neo nur zur Hälfte (bis zur Taille) irgendwo im Schatten anzuziehen und dann durch die pralle Sonne zu wandern.

    baur-triathlon-2014-schwimmen-pilgerreise-schwimmeinstieg-veras-triathlon-blog
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    Geschwommen wurde in einem Teilstück des Obermains. Die Wassertemperatur betrug erfrischende 18°C. Somit waren Neoprenanzüge erlaubt, wovon das Teilnehmerfeld auch – bis auf wenige Ausnahmen – Gebrauch machte. Ein Großteil der Strecke wurde mit der Strömung geschwommen.

    PRAXISTIPP: Willst du als schwacher Schwimmer unter den Triathleten (trotz Kraultechnik mit deutlichem Verbesserungspotenzial) mit besseren Schwimmzeiten glänzen, dann suche dir einen Triathlon-Wettkampf aus, in welchem das Schwimmen in einem Fluß absolviert wird und du die ganze oder zumindest einen Großteil der Strecke MIT der Strömung schwimmst. Beispielsweise: Mach einfach mal den Baur-Triathlon in Burgkunstadt mit.

    Der Schwimmstart erfolgte ab ca. 13:30h im Abstand von ca. 5 Minuten in drei Startgruppen:

    • 1. Gruppe: Alle Frauen und Athleten AK60 und älter. Zu erkennen an den grünen Badekappen.
    • 2. Gruppe: Alle Männer. Zu erkennen an den weißen Badekappen.
    • 3. Gruppe: Staffelschwimmer (blaue Badekappen) und Paratriathleten (gelbe Badekappen)
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    PRAXISTIPP: Wünschst du dir einen “sanfteren Schwimmstart”, dann suche dir einen kleineren Triathlon aus. Entweder mit Teilnehmerlimit oder mit generell kleinem Teilnehmerfeld. Wenn dann noch ein Wellenstart in verschiedenen Startgruppen durchgeführt wird, dann fällt die Waschmaschine beim Massenstart moderat aus. Wie zu sehen selbst bei der zahlenmäßig größten Startgruppe der Herren beim Baur-Triathlon.

    baur-triathlon-2014-schwimmstart-herren-veras-triathlon-blog
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    Für Sicherheit im und am Wasser sorgte die fleißigen Mitglieder der Wasserwacht Altenkunstadt und der DLRG Burgkunstadt.

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    Die langsamsten Schwimmer hatten sogar ein Ehrengeleit durch Bootsbegleitung.

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    Der Main ist in diesem Bereich ziemlich flach. Am Start konnten die Athleten im Wasser stehen. Der Moderator wies darauf hin, daß in einer Biegung das Wasser so flach wird, daß die Schwimmer gehen könnten – was auch einige prompt gemacht haben. Der Moderator gab den Hinweis einfach weiter links zu schwimmen.

    baur-triathlon-2014-schwimmen-wandertag-veras-triathlon-blog
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    Der Schwimmausstieg fand in unmittelbarer Nähe der ersten Wechselzone (T1) statt. Hier wurde den Triathleten durch zwei Helfern der DLRG aus dem Wasser an Land geholfen.

    Besonders hervorzuheben ist die Leistung der Paratriathleten (4 Athleten und 1 Athletin), die bereits deutlich längere Triathlon-Distanzen absolviert haben als die Sprintdistanz der Meisterschaftswertung.

    Einige Triathleten machten auf dem Weg vom Schwimmausstieg den Fehler zuerst die Badekappe und die Schwimmbrille abzuziehen und in der Hand zu halten. Und dann – mit Schwimmkappe und Brille in einer Hand – nach der Reißleine des Neos zu fummeln. Und dann – mit Schwimmkappe und Brille in einer Hand – zu beginnen den Neo im Laufen auszuziehen.

    PRAXISTIPP: 1. Laß deine Schwimmkappe auf. 2. Schiebe dir deine Schwimmbrille bestenfalls auf die Stirn. Warum? Du hast beide Hände frei. Die brauchst du 1. zum Laufen – du brauchst Hände und Arme um Gleichgewicht zu halten und Vorwärts-Dynamik zu erzeugen 2. zum Reißleine fummeln und Kragen öffnen 3. zum Neoprenanzug bis zur Taille ausziehen.

    Athletenbilder – von (fast) allen Triathleten kurz nach dem Schwimmausstieg findest du auf Schwimmstudio.de (ca. 100 Fotos sind online. Der Rest folgt ca. im Laufe der Woche. Stand 13.06.2014: Alle 144 Athleten-Fotos sind jetzt online.) Nachfolgend ein paar Beispiele. Leider wollten nicht alle Athleten über den roten Perserteppich laufen… ;)

    baur-triathlon-2014-schwimmausstieg-gemischt-11-15-veras-triathlon-blog
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    Noch ein MYTHOS eineindeutig WIDERLEGT: Die Behauptung der Barfußlauf-Fraktion, jeder Barfußläufer würde automatisch zu einem Vorfußläufer mutieren. Die Fotos belegen es, daß (fast) alle Läufer barfuß hier zuerst mit der Ferse aufsetzen.

    Die Radrunde bestand aus 4 x 10km Runden und hatte einige Anstiege zu bieten, die eben viermal zu überwinden waren.

    baur-triathlon-2014-radstrecke-hoehenprofil-1-veras-triathlon-blog
    baur-triathlon-2014-radstrecke-hoehenprofil-1-veras-triathlon-blog

    Die folgenden Bilder zeigen die Triathleten am Ende der Radstrecke und dem Übergang zu T2. Also den Zeitpunkt wo die Triathleten rechtzeitig absitzen und das Rad in die Wechselzone schieben müssen. Zuwiderhandlung hat eine Disqualifikation zur Folge.

    baur-triathlon-2014-uebergang-t2-1a-veras-triathlon-blog
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    baur-triathlon-2014-uebergang-t2-3a-veras-triathlon-blog
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    baur-triathlon-2014-uebergang-t2-8a-veras-triathlon-blog
    baur-triathlon-2014-uebergang-t2-8a-veras-triathlon-blog

    PRAXISTIPP: Mach dich rechtzeitig vorher kundig WO du bremsen und absitzen mußt, damit du weder zu früh (Zeitverlust) noch zu spät (Verwarnung oder Disqualifikation) bremst und absitzt.

    Die Laufstrecke führte in den Nachbarort Weismain. Dort war auch das Ziel, mit Siegerehrung Duschen/Umkleiden und Shuttle-Transport zurück zur Wechselzone.

    Alles in allem erschien mir der Baur-Triathlon in Burgkunstadt ein empfehlenswerter, in jeder Hinsicht – für Athleten und Zuschauer – sehr gut organisierter Triathlon-Wettkampf mit familiärer Athmosphäre zu sein.

    Weitere Fotos in super Qualität zum Baur-Triathlon 2014 in Burgkunstadt findest du unter Sportfotograf-Bayern.de

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    Schneller Kraulschwimmen? Arbeite an deinem Wassergefühl


    schneller-kraulschwimmen-wassergefuehl-veras-triathlon-blog
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    Entwickle dein Wassergefühl. Mit gutem Wassergefühl verbesserst du deine Technik (in allen Schwimmarten – Kraul, Brust, Delfin, Rückenkraul). Dadurch schwimmst du leichter und schneller.

    Inhalt

    .

    Was ist Wassergefühl?

    • Du fühlst die kleinen Veränderungen des Wasserdrucks und des Wasserwiderstandes an deinem Körper, deinen Armen, deinen Händen, Beinen und Füßen, während du dich durch das Wasser bewegst.
    • Du kannst das Wasser halten.
    • Das Wasser wird “fest” unter deinen Händen und Armen.
    • Du kannst hören, ob du richtig schwimmst.
    • Es findet kein Kampf gegen das Wasser statt.
    • Du schwimmst mit dem Wasser.
    • Du findest intuitiv, die für dich ideale aquadynamischste Haltung in jeder Schwimmart, beim Abstoß und in jedem Tempo.
    • Du fühlst das exakte Timing der Kraftübertragung von Beinen zu Armen.
    • Du fühlst den Auftrieb durch den Vortrieb.
    • Du fühlst jeden Sekundenbruchteil, den du gewinnst oder verlierst. Pro Armzug.
    • Das Wasser “spricht” mit dir und du “sprichst” mit dem Wasser.
    • Das Wasser sagt dir, wie du am vortriebswirksamsten durch das Wasser schneidest. Und du verstehst, was das Wasser dir mitteilt.
    • Es findet ständig ein wechselseitiger Austausch zwischen dir und dem Wasser statt.

    Dein Gefühl für das Wasser leitet dich an, um den entscheidenden Zeitpunkt und Zeitraum und Ort zu finden, wo du deine vorhandene Kraft am wirkungsvollsten für deinen Vortrieb einsetzen kannst. Du mußt zuerst fühlen, wann und wo du deine Kraft am vortriebswirksamsten einsetzen kannst, wenn du deine Kraft tatsächlich zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort vortriebwirksam einsetzen willst.

    Du faßt das Wasser, verankerst deine Hand dort wo du das Wasser gefaßt hast, und hebelst deinen Körper über diesen Punkt im Wasser hinweg, bis du sie an dem Punkt im Wasser wieder heraus ziehst, wo du sie hinein gesteckt hast.

    Eine gute Kraultechnik geht Hand in Hand mit einem guten Wassergefühl. Es gibt nicht das eine ohne das andere. Eine gute Kraultechnik verbessert dein Wassergefühl und ein gutes Wassergefühl verbessert deine Kraultechnik.

    Es ist nicht leicht gutes Wassergefühl zu erlernen und es ständig zu verbessern. Aber jeder Triathlet und jede Triathletin kann es lernen und verbessern. Wenn du die Arbeit hinein steckst. Wünsche dir nicht, daß es leichter ist, sondern wünsche dir daß du besser bist. Belasse es nicht nur bei dem frommen Wunsch, sondern arbeite daran besser zu werden.

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    .

    Welche Konsequenzen hat fehlendes Wassergefühl?

    Ohne Wassergefühl findest du keinen Widerstand im Wasser an welchem du dich nach vorn abdrücken kannst.

    Ohne Gefühl für das Wasser kannst du nichts selbstständig an deiner Kraultechnik verbessern. Du mußt in der Lage sein die kleinen Veränderungen des Wasserdrucks und Widerstandes an deinem Körper, deinen Armen, deinen Händen, Beinen und Füßen zu fühlen, während du dich durch das Wasser bewegst.

    Dein Kraulschwimmen ist ein Kampf gegen das Wasser.

    Du schlägst das Wasser und das Wasser schlägt zurück. Deine Kommunikationsform ist Gewalt.

    Du versuchst das Wasser zu beherrschen, ihm deinen Willen aufzuzwingen.

    Du setzt deine Kraft zum ungeeignetsten Zeitpunkt ein, so daß deine Kraft am Wasserwiderstand verpufft.

    Deine Arme ziehen durch das Wasser ohne wirklich Vortrieb zu erzeugen. Deine Beine schlagen durch das Wasser ohne Vortrieb zu erzeugen.

    Ohne Wassergefühl bleiben deine Schwimmzeiten langsam, denn du weichst dem Wasserwiderstand aus, den du brauchst um Vortrieb zu erzeugen.

    Du fühlst nicht wann und wo du deine vorhandene Kraft vortriebswirksam ins Wasser bringen mußt. In Konsequenz verpufft deine Kraft am Widerstand des Wassers, anstatt mit Hilfe des Wasserwiderstandes Vortrieb zu erzeugen.

    .

    Warum solltest du dein Wassergefühl verbessern?

    Ein verbessertes Wassergefühl

    • läßt dich das Wasser fassen.
    • läßt dich am Wasser einhaken.
    • läßt dich den notwendigen Wasserwiderstand fühlen, den du für deinen Vortrieb brauchst.
    • läßt dich eine größere Abdruckfläche nutzen.
    • läßt dich kontinuierlich den Wasserwiderstand finden, den du für deinen aktiven Vortrieb brauchst.
    • läßt dich deine Kraft sinnvoll in Vortrieb umsetzen.
    • hilft dir zu fühlen was du im Wasser tust.
    • hilft dir dich den sich ständig verändernden Situationen im Wasser anzupassen.
    • hilft dir Fehler im Bewegungsablauf sofort zu erkennen.
    • hilft dir Fehler im Bewegungsablauf sofort zu korrigieren.
    • hilft dir zu verstehen, was du tun mußt um schneller zu schwimmen.

    Alles zusammen läßt dich schneller schwimmen.

    Dein Ziel sollte es sein diesen Wasserwiderstand kontinuierlich zu finden und für deinen aktiven Vortrieb zu nutzen.

    Der intelligenteste Weg an deinem Wassergefühl zu arbeiten, besteht darin regelmäßig, dauerhaft Wassergefühlsübungen in dein Schwimmtraining einzubauen und die Ziele dieser Übungen in dein Kraulschwimmen zu übertragen. Das funktioniert jedoch nur, wenn du in der Lage bist die Wassergefühlsübungen KORREKT auszuführen. Falsch ausgeführte Übungen, führen – wie fehlerhafte Kraultechnik – zu keinen Verbesserungen in deiner Schwimmgeschwindigkeit.

    schneller-kraulschwimmen-wassergefuehl-3-veras-triathlon-blog
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    .

    Basis-Übungen um dein Wassergefühl zu entwickeln

    Wassergefühl für deinen Unterwasserarmzug förderst du mit

    Faustkraul nimmt eine Sonderstellung ein, denn du kannst JEDE Kraultechnikübung auch mit Fäusten schwimmen. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad.

    Im Prinzip übst du mit JEDER Kraultechnikübung auch dein Wassergefühl – wenn du sie richtig ausführst und auf dein Gefühl für das Wasser achtest. Beschreibungen zu weiteren kraultechnischen Übungen auf diesem Blog findest du unter den weiterführenden Links.

    .

    Was sind die Ziele von Wassergefühlsübungen?

    Alle oben genannten Übungen für das Wassergefühl gibt es in diversen Variationen und Schwierigkeitsgraden. Beginne mit der leichtesten Version. Beginne mit kurzen aber häufigen Wiederholungen in Bezug auf Strecke. Wechsle die Übungen immer mit Kr gL ab. Du willst das Gefühl aus der Übung in dein Kraulschwimmen übertragen.

    Die Wassergefühlsübungen sind in ihrer Bewegungsausführung nicht unbedingt alle exakt Teil des Unterwasserarmzugs. Ziel dieser Übungen ist es deine Hände und Arme für die Interaktion mit dem Wasser zu sensibilisieren.

    .

    Was ist kein Ziel von Wassergefühlsübungen?

    In keiner Übung geht es darum so schnell wie möglich von A nach B zu kommen. Geschwindigkeit in der Übung kommt zu dir, wenn du die Übung richtig ausführst. Geschwindigkeit im Kraulschwimmen kommt zu dir, wenn dein Wassergefühl gut ausgeprägt und deine Kraultechnik für optimalen Vortrieb sorgt.

    Wenn du nicht vorwärts kommst, dann machst du etwas falsch. Wenn du anfängst mehr und härter zu arbeiten, dich mehr anzustrengen, dann bist du auf dem Holzweg. Dein Ziel muß es immer sein mit dem geringstmöglichen Aufwand vorwärts zu kommen. Leichtigkeit muß dein Ziel sein. Du schwimmst längere Strecken im Wettkampf. Keinen Sprint.

    Es geht auch nicht darum jeden einzelnen Bewegungszyklus innerhalb einer Übung so schnell wie möglich auszuführen. Auch dann hast du nichts von einer Wassergefühlsübung verstanden.

    Je schneller du eine Übung ausführst,

    • desto weniger wirst du von der Übung wahrnehmen
    • desto weniger wirst du die Feinheiten der Übung verstehen
    • desto weniger wirst du die Feinheiten der Übungen in dein Kraulschwimmen übertragen können
    • und desto weniger wirst du die Feinheiten der Übung zu deinem Vortriebsvorteil in deinem Kraulschwimmen nutzen können.

    Kraultechnische Übungen im allgemeinen und Wassergefühlsübungen im speziellen sind kein Selbstzweck. Sie dienen dazu dein Kraulschwimmen zu verbessern. Nutze sie auch dazu, um dein Kraulschwimmen zu verbessern. Du hast keine Ahnung wie? Dann buche eine Trainerstunde.

    Erwarte keine schnellen Erfolge. Ein gutes Wassergefühl zu entwickeln braucht Zeit, verlangt nach Geduld und will ausdauernd GEÜBT werden. Es gibt keinen Zeitpunkt im Triathlonjahr, an welchem du es dir leisten kannst, nicht an deinem Wassergefühl zu arbeiten, wenn du zukünftig schneller Kraul schwimmen willst. Es erfordert viele korrekte Wiederholungen von gezielten technischen Übungen und deren Übertrag in dein Kraulschwimmen. Wiederholung ist die Mutter der Meisterschaft.

    .

    Wann verändert sich das Wassergefühl?

    Dein Wassergefühl verändert sich auch mit deinen Schwimmumfängen, wenn du in diesem Umfängen tatsächlich an deinem Wassergefühl arbeitest. Stumpfsinnig Kilometer um Kilometer herunter zu reißen, ohne zu wissen, was du tust, verbessert kein Wassergefühl. Die meisten Triathleten schwimmen zu wenig um ihr Wassergefühl zu verbessern. Und diejenigen die etwas mehr an Umfang schwimmen, trainieren hauptsächlich ihre Ausdauer anstatt ihr Wassergefühl.

    Wassergefühl kann sich von Trainingseinheit zu Trainingseinheit verändern. Wasser fühlt sich anders an in unterschiedlichen Schwimmbecken, in Seen, Flüssen, im Meer. Es fühlt sich anders an je nach Wassertemperatur. Es fühlt sich anders an, je nach Wasserzusammensetzung.

    .

    Der größte Mytos in Sachen Wassergefühl

    Meiner Meinung nach ist der größte Mythos in Sachen Wassergefühl, daß du durch den Gebrauch von Paddles dein Gefühl für das Wasser verbessern könntest. Alles, was du bestenfalls fühlst (wenn dein Armzug korrekt ist und nicht dem Wasserwiderstand ausweicht) ist der Druck den das Stück Plastik auf deine Hand ausübt. Aber nicht den Druck, den das WASSER auf deine HAUT ausübt. Das bedeutet, du lernst, wie sich der Druck von Plastik auf deine Haut anfühlt. Willst du Plastikgefühl lernen?

    Meine Meinung: So lange du keine 20 Minuten auf 1500m schwimmen kannst, hast du genug an deinem Wasseergefühl und Armzug zu arbeiten – OHNE PADDELS. Wenn du 20 Minuten auf 1500m schwimmen kannst, dann ist dein Wassergefühl und Armzug gut genug, um durch den Einsatz von Paddels besser zu werden. Vorher nicht.

    Willst du lernen wie du dein Wassergefühl und damit deinen Vortrieb mit gezielten Übungen verbesserst? Wie du diese Übungen tatsächlich korrekt ausführst, damit sie dir den erhofften Erfolg bringen? Dann buche den 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 2.

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