Buchempfehlung Kraulschwimmen: Total Immersion von Terry Laughlin


Meine Buchempfehlung: Total Immersion von Terry Laughlin

Total Immersion von Terry Laughlin (dt.)
Total Immersion von Terry Laughlin (dt.)

Ich arbeite im vor allem im Anfängerbereich mit dieser Methodik, da sie meiner Meinung nach die beste methodische Lehrreihe aufweist, um auch Athleten und Athletinnen im Erwachsenenalter (erwachsene Späteinsteiger und Quereinsteiger) in relativ kurzer Zeit die Grundlagen einer Kraultechnik zu vermitteln, die diese Athleten tatsächlich vorwärts bringt. Wer mit mir gearbeitet hat und den theoretischen Hintergrund vertiefen möchte, dem sei dieses Buch – jetzt auch in deutscher Übersetzung – ans Herz gelegt. Zur Qualität der deutschen Übersetzung kann ich nichts sagen, da ich nur die englische Version besitze.

Auch um das Kraulschwimmens im do-it-yourself-Verfahren selbst – bis zu einem gewissen Grad – zu lernen, eignet sich das Buch „Total Immersion“ von Terry Laughlin. Ich habe allerdings noch niemanden getroffen, der es geschafft hat, sich eine fehlerfreie Kraultechnik ausschließlich mit dem (oder irgendeinem anderen) Buch anzueignen.

Wenn du kein Gefühl für das hast, was du tust und richtig von falsch nicht unterscheiden kannst, wirst du wenig Erfolg haben.

Ansonsten greif zur Originalversion in Englisch: Total Immersion von Terry Laughlin

Total Immersion von Terry Laughlin
Total Immersion von Terry Laughlin

Was mir an Total Immersion gut gefällt:

  • methodischer Aufbau der einzelnen Übungen
  • schrittweiser Aufbau der einzelnen Übungen
  • kleine Schritte, die Teilbewegungen aus dem Gesambewegungsablauf Kraul isolieren
  • vom Leichten zum Schweren
  • vom Einfachen zum Komplexen
  • Fokus auf Wasserlage
  • Fokus auf Gleichgewicht im Wasser
  • Fokus auf Entspannung
  • nachvollziehbare Übungen
  • Übungen auch lernbar für erwachsenen Quer- und Späteinsteiger in den Schwimmsport oder den Triathlon
  • Übungen, zu denen du immer wieder zurück kehren kannst, um deine Kraultechnik weiter zu verfeinern
  • Fokus auf Rumpfeinsatz in der Rotation/Ganzkörperrotation
  • Fokus auf das Üben von Kraultechnik, anstatt auf das Ausdauerschwimmen ohne Technik
  • Fokus auf die kontinuierliche, lebenslange Verbesserung
  • Fokus auf Qualität vor Quantität. Erst wenn die Kraultechnik stimmt, wird Ausdauertraining sinnvoll, werden Schwimmstrecken länger und Schwimmzeiten besser.

Was mir an Total Immersion weniger gefällt:

  • Das passive Gleiten, das in vielen Übungsvideos gezeigt wird und zu Fehlinterpretationen führt. – Passives Gleiten macht langsam. Ist auch bei einigen Unterwasser-Videos auf YouTube von Herrn L. zu sehen, wie er an Geschwindigkeit verliert und neu beschleunigen muß. Natürlich ist er trotzdem schneller als der Schwimmer neben ihm, der gar keine Technik hat. Welch ein Wunder!
  • Die Dogmatisierung der TI-Methode – Alles andere (alles, was nicht TI ist) ist schlecht.
  • Die neueren Lern-Videos/DVDs – Herr L. zeigt darin, wie du als nasser Sack bei den Übungen im Wasser hängen kannst, von Wasserlage keine Spur. Er zieht sich über den Armzug gerade, sobald der die Gesamtbewegung durchführt. Das lehrt er aber nicht. In Bewegung hat er eine super Wasserlage. Bei den Übungen (mit wenig Vortrieb) hat er eine schlechte Wasserlage. So etwas stört mich. Ich fühle mich als Kunde betrogen.
  • Die Behauptungen dieser und jener Elite-Schwimmer würde mit „TI-Technik“ schwimmen. Das ist Blödsinn. Kein Weltklasseschwimmer hat wahrscheinlich je von TI gehört und noch weniger deren Lernmethode genutzt.
  • Viel überflüssiges Blabla im Buch. Es hätte auf mindestens die Hälfte bis ein Drittel kondensiert werden können. Du mußt dir die Rosinen herauspicken. (Aber die Rosinen sind es wert!)
  • Es wird ein System verkauft, das wenig Raum für Veränderungen zuläßt.
  • Der Unterwasserarmzug wird komplett vernachlässigt.
  • Die Kraulatmung kommt zu kurz.

Ich stehe jeder Methode, die von sich behauptet, das „einzig wahre zu sein“ kritisch gegenüber. Total Immersion bietet sehr gute Ansätze, ist aber weit davon entfernt „die beste und einzige Methode zu sein“ mit der sich gut Kraul schwimmen lernen läßt.

Letzten Endes kommt es immer darauf an, was der jeweils einzelne aus dem macht, was er lernt. Denn du kannst mit einer guten Methode nichts lernen und mit einer schlechteren Methode viel – je nachdem, was du für dich heraus ziehst und wie du weiter damit arbeitest.

Meiner Meinung nach ist es am besten mit dem Ohr am Puls der Zeit zu bleiben, offen für alles zu sein, was es gibt und unterschiedliche Ansätze zu kombinieren und zu testen, damit etwas besseres entsteht. Und das ist es, was ich mache.

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