Positive und negative Effekte eines 24h-Schwimmens


Eine kurze Zusammenfassung meiner positiven und negativen Erfahrungswerte aus den bisher absolvierten 24h-Schwimmen:

Positive Effekte eines 24h-Schwimmens

  • verbessertes Wassergefühl – Durch die langen Schwimmeinheiten habe ich das Gefühl mehr Unterschiede wahrzunehmen – in jeder Phase des Bewegungsablaufs
  • verbesserte Ausdauer – Endlose Bahnen hin und her zu schwimmen langweilt mich im Training ohne Ende (auf einer 25m-Bahn noch mehr als auf einer 50m-Bahn). Außer bei einem 24h-Schwimmen mache ich keine so langen Einheiten ununterbrochenen Schwimmens am Stück (5-8km)
  • mentale Stärke – Die Überwindung wieder ins Wasser zu gehen wird immer größer je weiter die Zeit fortschreitet. Immer wieder sage ich mir: Noch einmal in Wasser gehen – das geht noch. Zum Schluß ist es wirklich nur noch ein Hangeln von einer Bahn zur nächsten. Aber was zählt, sind die erreichten Kilometer am Schluß.
  • Finden und Verbessern von Lösungen im Umgang mit Beschwerden – So ein 24h-Schwimmen hilft mir Lösungen für auftauchende Probleme (Schmerzen oder Beschwerden aller Art) während des Schwimmens zu finden. Kleine Korrekturen im Bewegungsablauf wirken oft Wunder.
  • Finden und Verbessern von Ernährungsstrategien – Ich kann herausfinden, welche Nahrungsmittel und Getränke mir bei solch langen Trainingseinheiten bekommen und ausreichend Energie geben. Dabei vermeide ich es auf Riegel und Gels zurückgreifen. Das wäre dann nicht nur ein Test für meine mentale Stärke (denn den süßen Papp kann ich nach kurzer Zeit nicht mehr „sehen“) sondern auch für die Stärke meines Magen-Darmtraktes.
  • Verbesserung der situativen Anpassungsfähigkeit – Ich lerne mit Situationen umzugehen bzw. mich auf sie einzulassen, wo ich im normalen Training einfach gehen würde, weil mir die Zeit zu schade wäre und ich mache das bestmögliche aus der Situation.
  • Verbesserung der motorischen Abläufe – Durch die unendlich vielen (hoffentlich korrekten) Wiederholungen verbessern sich meine Bewegungsabläufe und automatisieren sich weiter.
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit – Um korrekte Bewegungsabläufe aufrecht zu erhalten, brauche ich ausreichend Konzentrationsfähigkeit, die ich so gleich mit trainiere.
  • besseres Kennenlernen des eigenen Körpers – Durch diese lange Belastung merke ich deutlich, wo meine Schwachpunkte liegen und welche weitere (Hilfs-)Muskulatur im Schwimmen eingesetzt wird.
  • mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten
  • Grenzen austesten und verschieben – Erreichte persönliche Bestmarken verbessern macht Spass und bringt mir weitere Motivation.
  • Erkennen der momentanen eigenen Grenzen und Fähigkeiten – Ich lerne zu erkennen, wann ich aufgrund einer Verletzung oder Erkrankung auszusteigen habe oder ob ich noch weiter machen kann.
  • Übung in Toleranz und Geduld (mit was verkneife ich mir hier)
  • Motivationsschub für das weitere Schwimmtraining – Jedesmal nach einem 24h-Schwimmen bin ich voll motiviert für weitere lange Schwimmeinheiten.

Negative Effekte eines 24h-Schwimmens

  • längere Regenerationszeiten – Nach einem 24h-Schwimmen bin ich wirklich fix und alle und schlafe erst mal 12 Stunden (wenn irgendwie möglich). Die darauffolgende Woche ist dann nur ruhiges/lockeres, relativ kurzes (regeneratives) Training angesagt und die zweite Woche geht es dann langsam etwas besser. Ende der zweiten Woche fühle ich mich erst wieder richtig fit und zu neuen „Untaten“ bereit.
  • eventuelle Gelenkbeschwerden – Beim ersten 24h-Schwimmen hatte ich schmerzende Schulter- und Ellenbogengelenke. Rechtzeitig vor dem nächsten 24h-Schwimmen habe ich ausreichend Krafttraining eingebaut.
  • eventuelle Probleme mit der Atmung/Lunge – Da die Chlorierung des Wassers (aufgrund der großen Anzahl von Schwimmern, die durch das Wasser ziehen) höher ist, werden auch die Atmungsorgane mehr gereizt. Beim ersten mal hatte ich ungenügend Flüssigkeit aufgenommen und mit Reizhusten und brennender Luftröhre zu kämpfen. Beim zweiten mal, war dies für mich kein Problem mehr, da ich eine regelmäßige und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme eingeplant hatte.
  • Augenentzündung – Bei meiner Neigung zu Augenentzündungen habe ich inzwischen immer spezielle Augentropfen dabei. Zusätzlich führe ich mehrere unterschiedliche Schwimmbrillen mit, da ich Probleme mit den Silikon-/Kunststoffauflagen der Schwimmbrillen entwickle, wenn ich dieselbe über mehrere Stunden trage.
  • Muskelkater – Jedes mal nach solch langen Schwimmeinheiten bekommt vor allem die (Schwimm-)Hilfsmuskulatur einen Muskelkater ;o)
  • Unfallgefahr – Durch Ausrutschen auf nassen Fliesenböden, Zusammenprall mit anderen Schwimmern, die Überholen ohne Rücksicht auf andere; Tritte durch andere Schwimmer; etc.

Ich kann diese Veranstaltungen (überwiegend) nur empfehlen, denn sie bieten einen prima Trainingseffekt für das Schwimmen im Triathlon. Der Effekt ähnelt dem eines Trainingscamps oder kurzen Trainingslagers im Schwimmen. Nur ist das Preis-Leistungsverhältnis wesentlich besser! Wo kannst du sonst für durchschnittlich 5-10 EUR Eintritt 24h Schwimmen? Die anschließende Regenerationsphase sollte der eines Trainingslagers/-camps ähnlich sein.

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