Training im Triathlon – Die Bedeutung deiner Einstellung zum Training


Es kommt weniger darauf an, was du tust. Es kommt mehr darauf an WIE du es tust. Es gibt kein „magisches Training“, das dich schneller macht, sondern nur gewöhnliches Training mit Begeisterung, Motivation und 100%igem Einsatz.

Die Trainingsinhalte können noch so gut auf dich abgestimmt sein; das Trainingsprogramm kann nach den aktuellsten Erkenntnissen der Trainingswissenschaften und Leistungsphysiologie gestrickt sein; wenn du das Training schlecht ausführst, dann bleibt es ein schlechtes Training.

Dagegen ist ein Training ein exzellentes Training, dem es vielleicht an der Rafinesse der letzten sportwissenschaftlichen Erkenntnisse fehlt, aber das dich als Athlet begeistert, mitreißt und das du gezielt und genau ausführst. Die Begeisterung muss jedoch von dir kommen.

Der Idealzustand wäre logischerweise, wenn alle Faktoren zusammentreffen. D.h. das Training ist in Inhalt, Intensität und Dauer individuell optimal auf dich abgestimmt und du führst es mit 100%iger Begeisterung, Präzision und Einsatz aus. Und zwar nicht nur einmal ein einziges Training, sondern JEDES Training.

Hinter jedem Trainingsplan steht die irrtümliche Annahme (von Seiten des Trainers), dass du als Athlet das Training tatsächlich so ausführen wirst, wie es aufgeschrieben steht, inklusive dessen, was zwischen den Zeilen steht. Tatsache ist, dass die meisten Trainingspläne noch nicht einmal ansatzweise so ausgeführt werden, wie sie aufgeschrieben stehen, geschweige denn inklusive dessen, was zwischen den Zeilen steht.

Das ist manchmal gut, in vielen Fällen jedoch schlecht. Ein Trainingsplan ist kein Dogma sondern eine Richtlinie, die sich dynamisch den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen hat. Wie bereits oben geschrieben, kommt es weniger auf die Inhalte an, als darauf, WIE diese Inhalte ausgeführt werden. Und wie diese Inhalte ausgeführt werden, dafür bist allein DU verantwortlich.

Engagement oder persönlicher Einsatz läßt sich beschreiben als eine Fähigkeit in der Trainings- oder Wettkampfsituation mehr zu geben, als du als Athlet sonst zu geben bereit wärst.

Ein Trainer kann dich als Athlet dabei psychologisch unterstützen, indem er dir eine Leistungsumgebung schafft, die dich als Athlet dazu ermuntert mehr zu geben, als du sonst zu geben bereit wärst.

Motivation ist dein Verlangen, dein Feuer, das dich als Athleten in Richtung deines Ziels führt und dich bei der Stange hält. Dein Ziel ist es dein Feuer in dir zu finden und es jeden Tag aufs Neue zu nähren und am Leben zu erhalten.

Wenn du besser werden willst, dann versuche die Inhalte deines vorgeschriebenen Trainings besser zu erfüllen. Das bedeutet, dass du nicht nur den Plan abarbeiten sollst, weil es da steht. Das bedeutet auch nicht, dass du den Plan doppelt ausführen sollst oder die Intensität nach oben hin verändern oder andere „Spielereien“, die gern mit einer besonders guten Planerfüllung gleichgesetzt werden. Diese“Spielereien“ führen bestenfalls zu einer größeren Ermüdung und dauerhaft ins Übertraining.

Erfülle dein Trainingsplan statt dessen sollst du mit einer inneren Begeisterung. Mit einer Begeisterung, die die Inhalte des Trainingsplans mit „Leben“ erfüllt. Mit „Leben“ (sprich: Inhalten), das für DICH sinnvoll ist. Mach etwas eigenes aus jedem Trainingsplan. Fühle mit deinem Körper, was du tust. Sei 100%ig im Jetzt bei der jeweiligen Aktion, die du gerade ausführst, anstatt „tagzuträumen“ oder lustlos dein Soll zu erfüllen, um dein Gewissen zu beruhigen. Erfühle die kleinen Veränderungen in jedem Bewegungszyklus. Die Unterschiede zwischen gut und besser, schlecht und schlechter. Finde eigene Wege, die Bewegungsabläufe zu korrigieren, die korrekten weiter zu wiederholen und zu vertiefen. Zyklische Sportarten wie Schwimmen, Radfahren und Laufen bieten dir die Möglichkeit zur Korrektur bei jedem neuen Bewegungszyklus.

Wenn du tausend Schritte läufst, dann hast du tausend Möglichkeiten deinen Bewegungsablauf zu erforschen. Tausend Gelegenheiten einen Fehler zu korrigieren. Tausendfache Chancen auf Verbesserung deiner Technik, deines Körpergefühls, deiner Erfahrung und damit deines Erfolgs. Das gleiche gilt analog für das Schwimmen und Radfahren.

Fazit

Deine innere Einstellung zu deinem Training (deine Motivation, Begeisterung, Leistungsbereitschaft) bestimmt, wie erfolgreich dein Training (und dein Wettkampf) wird, unabhängig von den Inhalten. Somit liegt es in deiner Hand, was du aus deinem Training machst, ob es ein sinnvolles Training wird oder nur das Sammeln von weiteren Junkmiles. Dein Training ist nur so gut wie deine Einstellung zu deinem Training.

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