Drei Dinge, die du von deinem Pullbuoy lernen kannst


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Der Pullbuoy ist die Lieblingskrücke der meisten Triathleten. Du klemmst ihn dir zwischen deine Oberschenkel und hast damit eine Wasserlage, die du sonst nicht hast. Schön, denken die meisten Triathleten. Und denken nicht weiter… darüber nach. Nachfolgend findest du drei Dinge, die dich dein Pullbuoy lehrt, wenn du ihm „zuhörst“.

Der Pullbuoy lehrt dich deine Wasserlage

wenn du dir deinen Pullbuoy zwischen die Oberschenkel klemmst, was passiert da? Er hebt dir deine Beine an und senkt deinen Oberkörper ab. Schon mal gefühlt? Nein? Dann wird es aber Zeit!

Und genau das stellst du ohne Pullbuoy her. Du verlagerst dein Gewicht nach vorn in deine Schwimmrichtung. In Bauchlage auf dein Brustbein. In den Seitlagen auf deine jeweils untere Schulter. Wenn du dabei noch deine Körperspannung hältst, deinen Kopf in einer halbwegs neutralen Position mit den Augen auf den Boden unter dir hältst, und deine Hand eher nach vorn-unten als nach vorn-oben zeigt, dann solltest du fühlen, wie sich deine Hüften und Beine der Wasseroberfläche nähern. Voilà! Das Geheimnis einer guten Wasserlage – ganz ohne Hilfsmittel – ist gelüftet.

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Der Pullbuoy lehrt dich Körperspannung

Wenn du dir deinen Pullbuoy zwischen die Oberschenkel klemmst, was passiert da? Du mußt deine Beine zusammen pressen, deine Gesäßmuskulatur anspannen und damit auch deine Rücken- und Bauchmuskulatur. Andernfalls verlierst du den Pullbuoy. Schon mal gefühlt? Nein? Dann wird es aber Zeit!

Und genau diese Körperspannung stellst du ohne Pullbuoy auch her. Du spannst deine Gesäßmuskulatur an und gleichzeitig deine Rücken- und Bauchmuskulatur mit. Das funktioniert besonders dann, wenn deine Beine nichts zu tun haben und du sie in den Bewegungspausen schließt. Anstatt sie leblos hinter dir herzuschleifen.

Der Pullbuoy lehrt dich Wasserwiderstand zu reduzieren

Wenn du dir deinen Pullbuoy zwischen deine Fußgelenke klemmst, was passiert da? Du mußt deine Beine extrem zusammen halten, weil dir das Schaumstoffteil sonst gnadenlos entkommt. Das heißt, du mußt sehr viel Körperspannung aufbauen, um den Pullbuoy überhaupt halten zu können. Eine Erleichterung kann dir die Fußfessel bringen, die deine Fußknöchel um den Pullbuoy fixiert.

Wenn du damit schwimmst und in deiner Körperspannung nachläßt (oder keine hast, weil du sie nicht fühlst), dann schlenkerst du wie ein Kuhschwanz mit deinem Unterkörper von links nach rechts. Damit erzeugst du Wasserwiderstand ohne Ende. Mehr Wasserwiderstand bedeutet höherer Energieeinsatz (= Kraftaufwand) um eine Schwimmgeschwindigkeit X aufrecht zu erhalten. Oder bei gleichem Energieeinsatz bedeutet es eine langsamere Schwimmgeschwindigkeit.

Folglich zeigt dir dein Pullbuoy damit, wann du deine Körperspannung verlierst. Entsprechend korrigierst du dich beim jeweils nächsten Armzug mit Streckung und Körperspannung. Schaffst du es deinen Wasserwiderstand zu reduzieren, indem du das Herumschlängeln einstellst, dann schwimmst du bei gleichem Krafteinsatz schneller, da sich dein Wasserwiderstand reduziert.

Achtung! Manche Triathleten meinen das würde dann gleich eine Sekunde oder mehr auf 25m ausmachen. Leider haben die wenigsten Triathleten einen Begriff davon, was eine Sekunde Verbesserung auf 25m bedeutet. Und leider sind die zeitlichen Verbesserungen nur so groß, wenn du gravierende Fehler von jetzt auf sofort abstellst.

Deshalb hier nochmals zum Mitschreiben: Die zeitlichen Verbesserungen auf 25m sind meistens marginal. Die zeitlichen Verbesserungen durch kleine kraultechnische Verbesserungen summieren sich oft über größere Distanzen in Form von Kraftersparnis und/oder besseren Schwimmzeiten bis zu Minuten.

Viel Erfolg mit deinem neuen Schwimmlehrer namens „Pullbuoy„.

Nachtrag: Das ganze funktioniert natürlich auch mit einem Pullkick, oder Schwimmbrett als „Krücke“.

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Was sind deine Lern-Erfahrungen mit dem Pullbuoy?

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