Mein Bericht über das 24h-Schwimmen in Stuttgart 2013


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Am Wochenende von Samstag, 26.01.2013 – 15h bis Sonntag, 27.01.2013 – 15h fand das 24h-Schwimmen im Inselbad in Stuttgart statt.

Inselbad-veras-triathlon-blog
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„Das A-Team“ (insgesamt sieben Athleten und Athletinnen)

Das-A-Team-danach-veras-triathlon-blog
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hat daran teilgenommen und sich mit 142600 Metern wacker einen 6. Platz (von 44) in der Gruppenwertung erkämpft. Der Schwimmerbund Schwaben 1895 Stuttgart e.V. hat das 24h-Schwimmen ausgerichtet.

Urkunde-Gruppenwertung-A-Team-veras-triathlon-blog
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Nachdem ich sechs Athleten und Athletinnen (beim Weihnachtsschwimmen) davon überzeugen konnte, dass sie sich „freiwillig“ an dem 24h-Schwimmen in Stuttgart beteiligen, machten wir uns am 26.01.2013 in zwei Gruppen auf den Weg.

Da ich lieber mit dem Auto fahre als mit dem Zug, habe ich noch drei Athleten mit ins Auto packen können. Gegen 11h sind wir am Samstag losgefahren und „fast“ problemlos ca. 2,5 Stunden später an unserem Zielort am Inselbad in Stuttgart angekommen.

schnappschüsse-aus-dem-auto-veras-triathlon-blog
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Drei Athleten/Athletinnen sind mit dem Zug nach Stuttgart gefahren.

Hier das Schwimmbecken vor dem „Sturm“.

24h-schwimmen-ruhe-vor-dem-sturm-veras-triathlon-blog
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Thomas und ich waren Wiederholungstäter. Fünf waren zum ersten mal dabei. Alle Ersttäter haben großartige Leistungen vollbracht und ihre eigenen Erwartungen übertroffen. Herzlichen Glückwunsch nochmals für eure tollen Einzelleistungen:

Iris 13,1k
Gunther 26,1k
Andre 15,0k
Uli 28,0k
Michi 20,3k
Thomas 20,1k
Vera 20,0k

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Insgesamt waren es diesmal für mich sechs Wassergänge. Meinen ursprünglichen Plan pro Wassereinheit 5k bzw. 2 Stunden zu schwimmen, konnte ich nicht einhalten.

Zwei mal habe ich mich mit Thomas alle 50m in der Führung bzw. im Wasserschatten abgewechselt und einmal mit Michi. Die Zeit verging dabei schneller. Das war jeweils „nur“ eine Stunde. Gefühlt war das Tempo weitaus höher, als beim „allein“ schwimmen. Trotzdem war es auf der Zählkarte dann weniger. Sehr merkürdig…

Wenn du schon immer mal wissen wolltest, wie eine Zählkarte aussieht. So sieht sie aus:

bahnenzählkarte-24h-schwimmen-veras-triathlon-blog
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Hast du eine Karte abgeschwommen (15km), dann bekommst du die nächste.

Die letzten zwei Kilometer waren zäh wie Kaugummi, und ich habe sie fast nur noch in 50m-Abschnitten bewältigt. Ich wollte unbedingt wenigstens die zwanzig voll machen, aber irgendwie lief es diesmal nicht rund. Die Technik konnte ich gut halten, aber ich fühlte mich „leer“, kraftlos. Und der Kopf wollte zum Schluss alle 50m eine Pause.

Diesmal empfand ich meine bescheidenen zwanzig Kilometer als verdammt anstrengend, ja mühsam. Vielleicht lag es daran, dass ich im Vorfeld noch weniger geschwommen bin als sonst? Oder an der Tagesform? Oder daran, dass es ein 50m-Becken war (und kein 25er)? Oder daran, dass ich die meiste Zeit „allein“ geschwommen bin (also nicht im Wasserschatten)? Keine Ahnung. Vielleicht auch alles zusammen.

Übernachtet haben (fast) alle auf den breiten Betonstufen in der Traglufthalle. Gut ausgerüstet mit Isomatten und Schlafsäcken, ließ es sich schon aushalten.

24h-schwimmen-schlafstätte-veras-triathlon-blog
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Duschen, Toiletten und Umkleiden waren sauber. Das Wasser hatte eine angenehme Schwimmtemperatur. Das Chlor habe ich diesmal auch nicht sonderlich im Hals gespürt.

Der gute Uli wußte nicht, wie gefährlich er lebte, als er mich aus dem Schlaf riss, weil er keine Schwimmbrille mehr hatte und ich ihm eine leihen sollte. Ich habe kein Problem damit eine Schwimmbrille zu verleihen. Aber ich werde absolut grantig, wenn mich jemand aus dem Schlaf reißt, wenn ich ausnahmsweise gerade mal eingeschlafen bin.

Und ich „liebe“ es, wenn ich „tauben Ohren predige“, sprich: Nimm dir eine Ersatzschwimmbrille mit, verdammt noch mal!

Fleißige, freiwillige Helfer sorgten an der Theke 24h für leckere, kalte und warme Verpflegung. Herzlichen Dank von meiner Seite für euren Einsatz, die leckeren Kuchen, den starken Kaffee und die Spaghetti mit Tomatensauce.

24h-schwimmen-verpflegung-und-helfer-veras-triathlon-blog
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Die unermüdlichen Bahnenzähler bei der Arbeit. Herzlichen Dank von meiner Seite für euren Einsatz.

24h-schwimmen-bahnenzähler-veras-triathlon-blog
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Der ehemalige Extremschwimmer „Orca“ aka Bruno Dobelmann war anwesend, ist aber nicht geschwommen. Auf seiner Homepage kannst du mehr über ihn und seine beeindruckenden Leistungen erfahren.

extremschwimmer-bruno-dobelmann-aka-orca-veras-triathlon-blog
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Nach dem „Sturm“ der Veranstaltung lag das Schwimmbecken wieder genauso friedlich und unberührt da, wie vorher.

inselbad-nach-dem-24h-schwimmen-veras-triathlon-blog
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Auf der Heimfahrt sind wir dann bei Burger King eingefallen und haben uns an schönen, salzigen, fettigen Burgern & Pommes gelabt und das ganze mit einer großen Coke hinunter gespült. Ich esse sonst nie Fast Food, aber nach dem 24h-Schwimmen und dem ganzen Süßkram hatte ich (und meine Mitstreiter) einen Riesenappetit auf das Zeugs.

einfall-bei-burger-king-nach-dem-24h-schwimmen-veras-triathlon-blog
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Am Montag hatte ich eine Stunde und „musste“ schwimmen, was zu meinem Erstaunen problemlos ging.

Zwei Tage nach der Veranstaltung waren der Muskelkater und die leichten Schultergelenkschmerzen (aufgrund der ungewohnt langen Belastung – wann schwimme ich schon mal 20k innerhalb von 24h?) wieder ausgestanden. Das nächste 24h-Schwimmen kann kommen.

Hier die Stimme von Gunther zur Veranstaltung:

„Das 24 – Stunden Schwimmen in Untertürkheim war eine rundum gelungene
Veranstaltung. Besonders begeistert hat mich der Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer (Bahnenzähler die ganze Nacht durch, Versorgung mit diversen Speisen und Getränken + vermutlich noch etliches mehr, was man gar nicht mitbekommen hat).

Impressionen-24h-schwimmen-stgt-2013-5-veras-triathlon-blog
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Ich habe an der Veranstaltung teilgenommenen, weil ich wissen wollte, wie das so ist, wenn man (in langsamem Tempo) sehr viel schwimmt. Und es war auch durchaus motivierend, mal keine Technikübungen machen zu müssen. Das Ergebnis hat mich überrascht: Trotz Nachtruhe von 0:00 bis 7:00 waren es am Ende 26 Kilometer. Die nächsten Tage hatte ich keinerlei Beschwerden (noch nicht mal Muskelkater). Es scheint also wirklich am Tempo zu liegen.

Ich hatte irgendwann für mich folgenden Rhythmus gefunden: Am Beginn der Bahn kräftig abstoßen + einen Unterwasserarmzug (Brust), dann Brustschwimmen (allerdings die entspannte Variante mit lockerem Armzug) und gegen Ende noch 6 bis 10 Kraulzüge. Da die Bahnen 50 Meter lang waren, nur maximal 13 Schwimmer auf eine Bahn gelassen wurden und die Bahnen so weit möglich nach Geschwindigkeit zugewiesen wurden, hielt sich das Überholen in Grenzen. Notwendige Überholvorgänge konnte ich dann auch immer mit ca. 12 Kraulzügen erledigen.

Alle Schwimmer (bis auf einen) waren ausgesprochen fair und haben ggf. an der Wende kurz gewartet, wenn klar war, daß ein schnellerer Schwimmer überholen möchte.

Die allgemeine Atmosphäre (Breitensportveranstaltung, wo das gemeinsame Interesse automatisch verbindet und der Wettbewerb eher im Hintergrund steht) sowie die netten Leute in unserem Team haben auch wesentlich dazu beigetragen, daß das Wochenende für mich rundum gelungen war.

Ich kann mir gut vorstellen, mal wieder an solch einer Veranstaltung teilzunehmen, allerdings nur, wenn ähnlich traumhafte Bedingungen herrschen (50 Meter Bahn, begrenzte Schwimmeranzahl pro Bahn).“

Warst du auch mit dabei beim 24h-Schwimmen in Stuttgart-Untertürkheim am 26./27.01.2013? Wie hat es dir gefallen? Oder hast du Fragen dazu? Hinterlasse einen Kommentar.

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2 Kommentare zu “Mein Bericht über das 24h-Schwimmen in Stuttgart 2013”

  1. Trotz meines vehementen Verneinen bisher an so einer Qälerei mit vorprogrammiertem Schlafmangel teilzunehmen, muss ich zugeben: es hat was! Vielleicht komme ich doch mal mit…

    1. Hallo Mirjam,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Wie gesagt: Betrachte es als ein Mini-Trainingslager. Auch ein Trainingslager ist kein Ponyhof. 😉 Du hast endlos Zeit an deiner Technik zu feilen, so dass du schmerzfrei bleibst. Das Wassergefühl nach einem 24h-Schwimmen ist so gut, wie nie zuvor. Viele Grüße. Vera

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