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So hältst du dein Kraulschwimmen mit Kraultechnik-Fehler üben langsam

So hältst du dein Kraulschwimmen mit Kraultechnik-Fehler üben langsam - Veras Triathlon-Blog - Schwimmstudio.de - Schwimmzeit-Manufaktur
So hältst du dein Kraulschwimmen mit Kraultechnik-Fehler üben langsam – Veras Triathlon-Blog – Schwimmstudio.de – Schwimmzeit-Manufaktur

Kennst du* das auch?

* Du bist ein erwachsener Einsteiger ins Kraulschwimmen. Du hast das Kraulschwimmen erst als Erwachsener gelernt und willst es verbessern. Du bist Triathlet und willst bessere Schwimmzeiten erreichen. Oder du schwimmst um körperlich fit zu bleiben und weil es dir Spaß macht, aber du würdest dich gern verbessern um leichter (und vielleicht auch schneller) längere Strecken schwimmen zu können.

Du trainierst regelmäßig* über einen längeren Zeitraum** Kraulschwimmen.

* je nachdem was du unter „regelmäßig“ verstehst –> Trainingsprinzipien
** je nachdem was du unter einem „längeren Zeitraum“ verstehst –> Trainingsprinzipien

Vielleicht möchtest du an einem Triathlon-Wettkampf teilnehmen.

Oder an einem Freiwasserschwimmen.

Oder du möchtest eine neue persönliche Bestzeit auf einer bestimmten Strecke schaffen.

Oder einfach deinen Lieblings-Baggersee mit Kraulschwimmen entspannt durchqueren können.

Du trainierst entweder selbständig oder im Verein (z.B. Triathlon-Schwimmtraining).

Du gehst regelmäßig und längerfristig mindestens zwei mal pro Woche zum Schwimmtraining.

Du hast einen Trainingsplan* und trainierst strukturiert.

* entweder gibt ihn dir ein Trainer im Verein vor oder du hast ihn aus einer Zeitschrift, einem Buch oder dem Internet.

Und trotzdem siehst du kaum oder keine Verbesserungen deiner Leistungen.

Deine Schwimmzeiten stagnieren.

Dich beschleicht das unangenehme Gefühl, daß dich dein Schwimmtraining nicht weiter bringt.

Selbst mit harten Trainingseinheiten erreichst du keine schnelleren Schwimmzeiten.

Und du rätselst warum…

Beispiel für ein typisches Schwimmtraining

Ein typisches Schwimmtraining (ein Konditions-Trainingsplan) kann ungefähr so aussehen:

Beispiel für einen typischen Konditions-Schwimmtrainingsplan - Beitrag: So hältst du dein Kraulschwimmen mit Kraultechnik-Fehler üben langsam - Veras Triathlon-Blog - Schwimmstudio.de - Schwimmzeit-Manufaktur
Beispiel für einen typischen Konditions-Schwimmtrainingsplan – Beitrag:
So hältst du dein Kraulschwimmen mit Kraultechnik-Fehler üben langsam – Veras Triathlon-Blog – Schwimmstudio.de – Schwimmzeit-Manufaktur

* Die Strecke ist willkürlich gewählt. Das ganze läßt sich auf beliebige Streckenlängen anpassen, kürzer oder länger.

Stelle dir folgende Frage:
Mit welcher Kraultechnik schwimmst du das?
Antwort:
Mit der Kraultechnik, die du hast.

Wiederholen schleift nur ein

Ein Beispiel (von vielen) für einen Kraultechnikfehler, der dich immer langsam halten wird: Überkreuzen der (gedachten) Körpermittellinie in der Eintauchphase.*

* Bitte beachte: Das betrifft JEDEN beliebigen Fehler in deiner Kraultechnik. D.h. du kannst hier jeden beliebigen Kraultechnikfehler einsetzen.

Dabei übergreifst du jedes mal die Körpermittellinie in der Eintauchphase, immer wenn du deine Hände nach dem Überwasserarmzug nach vorn gebracht hast und ins Wasser eintauchst.

Das sind die Folgen für dich:

Du (= dein Körper) pendelst bei jedem Armzug von links nach rechts. Du bist instabil.
Du erzeugst mehr frontalen Wasserwiderstand, weil du die von deinem Körper nach vorn angestellte Fläche (durch das Hin- und Herpendeln) nach links und rechts verbreiterst. Das kostet zusätzliche Kraft, Energie und/oder Zeit.
Du schwimmst mehr Strecke, wenn du ständig nach links und rechts pendelst, als wenn du tatsächlich gerade aus schwimmen würdest. Das kostet zusätzlich Kraft, Energie und Zeit.
Durch deine Instabilität verlierst du dein Gleichgewicht. Dein Gehirn mag es nicht im Ungleichgewicht zu sein. Also versucht es dich mit Ausgleichbewegungen zu stabilisieren.
Diese Ausgleichbewegungen finden sowohl im Armzug als auch im Beinschlag statt. Diese Ausgleichbewegungen erzeugen erneut zusätzlichen Wasserwiderstand zur Seite und nach unten und oben. Das kostet wieder zusätzliche Kraft, Energie und Zeit.
Durch Instabilität geht gleichzeitig die Kraftübertragung von hinten nach vorn verloren. Was erneut Kraft, Energie und Zeit kostet.
Ausgleichbewegungen im Armzug verschenken Abdruckmöglichkeiten. Das kostet erneut Kraft, Energie und Zeit.
Ausgleichbewegungen im Beinschlag verschenken Vortrieb. Das kostet erneut Kraft, Energie und Zeit.
Es kostet dich Kraft, Energie und Zeit einen Fehler in deiner Kraultechnik zu machen UND es kostet dich Kraft, Energie und Zeit diesen Fehler zu korrigieren.

Wenn du diesen Fehler in jeder Trainingseinheit bei jedem einzelnen Armzug/Beinschlag bzw. jeder einzelnen Ganzkörperbewegung wiederholst, dann lernst du perfekt mit diesem Fehler zu schwimmen.

Wiederholungen schleifen das ein, was du wiederholst.*

* Oder neudeutsch: Practice makes permanent.

Und das gilt für fehlerhafte Kraultechnik genauso wie für korrekte Kraultechnik.

Das heißt:

Ist deine Kraultechnik fehlerhaft (und du läßt sie unkorrigiert), dann wiederholst du fehlerhafte Bewegungen und schleifst dir Kraultechnik-Fehler ein. Das hält dein Kraulschwimmen mühsam, anstrengend und deine Schwimmzeiten langsam.

Ist deine Kraultechnik korrekt, dann wiederholst du korrekte Bewegungen und schleifst korrekte Kraultechnik ein. Das läßt dich leichter und schneller längere Strecken schwimmen.

Was bedeutet das für dich und deine Kraultechnik konkret?

400m Einschwimmen beliebig

Du schwimmst dich für 400m ein. Angenommen aus diesen 400m schwimmst du 200m Kr gL und 200m etwas anderes. Jedes mal, wenn du Kraul schwimmst, überkreuzt du in der Eintauchphase die Körpermittellinie.*

* Ich berücksichtige hier keine! weiter! vorhandenen! Fehler! in der Kraultechnik.

Das heißt, du hast hier 200m den Fehler: „Überkreuzen der Körpermittellinie in der Eintauchphase“ wiederholt und vertieft.

600m in 4 x 150m in
75m Beinschlag (ohne Hilfsmittel) + 50m Technische Übung + 25m Ganze Lage Sprint
1 + 3 = Kraul, 2 = Rückenkraul, 4 = Brust

Angenommen du schwimmst als Technikübung deiner Wahl „Kraulabschlag vorn“ und zwar mit dem Abschlagen der Hände – was ein Überkreuzen fördert und weiter vertieft.
Dann schwimmst 2 x 50m TÜ mit extra Überkreuzen, 2 x 25m Sprint mit Überkreuzen.

Das heißt, du hast hier weitere 150m den Fehler: „Überkreuzen der Körpermittellinie in der Eintauchphase“ wiederholt und vertieft.

500m Kr gL, Steigerung mit jeden 100m, P: 1:00min

„Überkreuzen der Körpermittellinie in der Eintauchphase“ nochmals wiederholt und vertieft.

500m in 5 x 100m Kr gL, mit Betonung auf den Armzug, auf 1:50min

Das heißt, du hast hier 500m den Fehler: „Überkreuzen der Körpermittellinie in der Eintauchphase“ erneut wiederholt und vertieft.

300m in 12 x 25m Kr gL, mit Betonung auf lange Armzüge, auf 25sek

Das heißt, du hast hier 300m den Fehler: „Überkreuzen der Körpermittellinie in der Eintauchphase“ noch ein weiteres mal wiederholt und vertieft.

200m Ausschwimmen beliebig

Ich nehme zu deinen Gunsten an, daß du da ausnahmsweise mal nicht Kraul schwimmst, sondern Brust, Rückenkraul, Rückenaltdeutsch, Tauchsprünge, Delfinsprünge, etc.

Ok.

Rechnen wir doch mal zusammen wie viele Meter du den Kraultechnik-Fehler „Überkreuzen der Körpermittellinie in der Eintauchphase“ (anstatt korrekter Kraultechnik) geübt und vertieft hast.

200m (aus den 400m Einschwimmen)
150m (aus den 600m)
500m
500m
300m

Das sind 1650m, die du „Überkreuzen der Körpermittellinie in der Eintauchphase“ vertieft und perfektioniert hast.

Herzlichen Glückwunsch.

Jetzt kannst du bestimmt besser mit dem kraultechnischen Fehler „Überkreuzen der Körpermittellinie in der Eintauchphase“schwimmen.

Kannst du deshalb besser Kraul schwimmen? Nein.

Wenn das dein Ziel ist: Dann mach so weiter.

Wenn du statt dessen tatsächlich leichter, länger UND schneller Kraul schwimmen willst, dann würde es von Intelligenz zeugen, wenn du genau daran* etwas ändern würdest.

* = Das Überkreuzen der Körpermittellinie in der Eintauchphase ABSTELLEN; und/oder die anderen Kraultechnik-Fehler, die dich an besseren Leistungen im Kraulschwimmen hindern …

MERKE:
Die Kraultechnik, die du hast, erlaubt dir die Schwimmzeiten, die du hast.
Willst du andere Schwimmzeiten, dann brauchst du eine andere Kraultechnik.

Viel Erfolg.

Links

Was bringt dir eine Videoanalyse für deine Kraultechnik?
29 Irrtümer über das Kraulschwimmen – Richtig gestellt – ebook
Nochmal 29 Irrtümer über das Kraulschwimmen – Richtig gestellt – ebook
Kraultechnik leicht gemacht – Band 1 – Die theoretischen Grundlagen des Kraulschwimmens – ebook
Kraultechnik leicht gemacht – Band 2 – So entstehen deine Schwimmzeiten – ebook
Buche deine Teilnahme am 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop für erwachsene Späteinsteiger ins Kraulschwimmen

(c) 2020 Vera Bleeke. Alle Rechte vorbehalten.

Kraultechnik verbessern – Bist du im Widerstand?

Kraultechnik verbessern - Bist du im Widerstand? - Veras Triathlon-Blog - Schwimmstudio.de - Schwimmzeit-Manufaktur
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Was haben schnelle Boote (Rennboote, Rennyachten), schnelle Fahrzeuge (Hochgeschwindigkeitszüge, Fahrzeuge mit denen Geschwindigkeitsrekorde gebrochen werden) und schnelle Flugzeuge (Hochgeschwindigkeitsflugzeuge und Kampfjets) gemeinsam?

Sie haben alle Formen, die so weit wie möglich den Form-Luftwiderstand reduzieren. Das heißt, die Form ist lang, schmal und (relativ) spitz zulaufend.

Was haben langsame Boote (Frachtschiffe), langsame Fahrzeuge (Lastwägen, Kastenwägen) und langsame Flugzeuge (Frachtflugzeuge) gemeinsam?

Sie haben alle eine Form, die den Luftwiderstand vernachlässigt. Diese Form ermöglicht es viel Fracht zu transportieren. Sie brauchen stärkere Motoren, weil sie mehr Gewicht zu transportieren und mehr Form-Widerstand zu überwinden haben.

Was sagt dir das für deine Körperform im Kraulschwimmen?

Da würde es doch von Intelligenz und Logik zeugen, die Körperform im Wasser so widerstandsarm wie möglich zu halten, oder?

Merkwürdigerweise machen das die wenigsten erwachsenen Späteinsteiger ins Kraulschwimmen.

Sie arbeiten überwiegend mit den Methoden der Frachtschiffe, Lastwägen und Frachtflugzeuge: Die Form vernachlässigen, dafür immer mehr Kraft einsetzen.

Selbst die beste „Übung“ (die keine ist; deshalb die Anführungszeichen) um eine vorteilhafte Körperform für das Kraulschwimmen zu lernen, vernachlässigen sie sträflich: Das aquadynamische Abstoßen von jeder Wand.

Bei jedem Abstoßen von der Wand nehmen diese Athleten eine Körperform an, die den größtmöglichen Wasserwiderstand erzeugt: Den Kastenwagen. Bei jeder Bewegung von Armen und Beinen erhöhen sie den selbsterzeugten Wasserwiderstand. Sie schwimmen wie LKWs durch das Wasser.

Schnelle Schwimmer dagegen halten bereits beim Abstoßen von der Wand eine langgestreckte, schmale, möglichst spitz zulaufende Körperform dem Wasser entgegen. Auch bei jeder Schwimmbewegung halten sie diese Körperform aufrecht. So halten diese Athleten ihren (Körper-)Form-Wasserwiderstand so gering wie möglich. Das sind die Rennboote und Hochgeschwindigkeitszüge unter den Athleten.

Auch wenn du „nur“ müheloser und leichter im Wasser vorwärts kommen willst, dann gelten die gleichen Bedingungen. „Schneller“ ist dann ein willkommener Nebeneffekt.

Wasserwiderstand ist nicht gleich Wasserwiderstand.

Drei Arten des (Wasser)-Widerstands

Es gibt drei verschiedene Arten des Wasserwiderstands

  1. Formwiderstand
  2. Wellenwiderstand
  3. Reibungswiderstand

1. Der Formwiderstand

Der Formwiderstand bezieht sich auf die Körperform, die du dem Wasser in Schwimmrichtung entgegenstellst. Deshalb nennt sich dieser Widerstand auch frontaler Wasserwiderstand. Frontseite = vordere Körperseite. Diesen Widerstand erzeugst du mit der Oberfläche deines Körpers. Du öffnest mit deinem Körper eine Art Tunnel im Wasser. Und durch diesen Tunnel schwimmt dein Körper. Je größer die Fläche ist, mit der du diesen Tunnel ins Wasser „gräbst“, desto größer ist der Widerstand auf den du triffst. Die Fläche von Kopf und beiden Schultern im Wasser ist größer als die Fläche deiner Fingerspitzen. Deshalb gräbst du im Garten mit einem spitzen Spaten ein Loch in die Erde und nicht mit einer Abrißbirne.

Wie hältst du den Formwiderstand gering?

Ganz einfach. Indem du die Grundhaltung des Kraulschwimmens lernst. Dabei hältst du mühelos eine nahezu horizontale Wasserlage knapp unter der Wasseroberfläche. Das vermeidet automatisch jegliche überflüssige Bewegung zur Seite, nach oben/unten. Alles, was du tust, ist in Schwimmrichtung ausgerichtet. Diese Haltung im Gleichgewicht ermöglicht dir erst eine korrekte Verankerung im Wasser und erlaubt dir die Kontrolle über deine Bewegungen.

2. Der Wellenwiderstand

Wie der Name bereits sagt, entsteht der Wellenwiderstand hauptsächlich an der Wasseroberfläche. Dort gibt es die sichtbaren Wellen. Ein Großteil deines Körpers befindet sich unter Wasser. Über Wasser ragen nur:

  1. ein Viertel bis ein Drittel deines oberen Kopfes (während des Ausatmens)
  2. deine obere Schulter
  3. bei extrem guter Wasserlage: touchiert die obere Hüfte und der obere Oberschenkel die Wasseroberfläche
  4. die Fersen touchieren oder durchbrechen immer wieder die Wasseroberfläche
  5. der obere Arm verläßt das Wasser und taucht wieder ins Wasser ein (Überwasserarmzug)
  6. der halbe Kopf verläßt das Wasser (Längshälfte) beim Einatmen

All das verursacht Verwirbelungen bzw. Wellen an der Wasseroberfläche, wenn der Körper sich in (Vorwärts-)Bewegung befindet. Wenn du Wellen an der Wasseroberfläche erzeugst, brauchst du Kraft und verbrauchst du Energie. Je größer die Wellen (und Verwirbelungen) sind, die du erzeugst, desto mehr Kraft brauchst und desto mehr Energie verschwendest du.

Unter Wasser ist der Wellenwiderstand vernachlässigbar. Das ist mit ein Grund, warum du beim Abstoß von der Wand die höchste Geschwindigkeit erreichen kannst. Und das ist auch der Grund, warum die besten Schwimmer die erlaubte 15m Tauchphase in einem Schwimmwettkampf bestmöglich ausnutzen.

Hektische Bewegungen erzeugen vor allem viel Widerstand an der Wasseroberfläche. Hektische Athleten zeichnen sich meistens durch fehlerhafte Bewegungsabläufe aus. Der Grund dafür: Das Gehirn diktiert die hektischen Bewegungen, die verhindern sollen, daß der Athlet untergeht. Sie sind ein Zeichen von Kontrollverlust und mangelhafter Kraultechnik.

Wie hältst du den Wellenwiderstand gering?

Ganz einfach: Indem du deine Bewegungen kontrollieren lernst. Gleichgewicht (im Wasser) heißt das Zauberwort.

Wer Kontrolle über seine Bewegungen im Kraulschwimmen hat, ist in der Lage präzise seine Hände ins Wasser einzutauchen, den Eintauchpunkt und die Eintauchgeschwindigkeit zu variieren und bewußt zu verändern. Ein Athlet mit Bewegungskontrolle hat flüssige Bewegungen und schwimmt mit dem Wasser.

Wer keinerlei Kontrolle über seine Bewegungen hat, schlägt blind aufs Wasser ein. Und erzeugt so jede Menge Wellenwiderstand und Geräusche. Auch Geräusche über Wasser und unter Wasser sind eine Form von Energieverschwendung.

3. Der Reibungswiderstand

Der Reibungswiderstand ist der Wasserwiderstand, der entsteht, wenn sich das Wasser an deinem Körper reibt.
Reibungswiderstand entsteht

  1. Körperbehaarung
  2. Schwimmbekleidung (vor allem Falten, abstehende Nähte, Verzierungen, …)
  3. Schwimmbrille
  4. Haut

Wie hältst du den Reibungswiderstand gering?

Auch das ist einfach.

Der Reibungswiderstand ist sogar der einzige Wasserwiderstand, wo du dir eine Reduzierung größtenteils kaufen kannst.

1. Körperbehaarung

Hier hilft vor allem die Schwimmkappe bei Kopfbehaarung. Die wenigsten Athleten (und noch weniger Athletinnen) wollen sich nur wegen des Schwimmens eine Glatze scheren lassen.

Und das Rasieren der Beine – was Schwimmer machen.

Wer sich gute Schwimmer ansieht: Keine Gesichtsbehaarung. Alle tragen Schwimmkappen. Engst anliegende Schwimmbekleidung. Und sie sind rasiert: Keine Beinehaarung oder sonstige Körperbehaarung.

2. Schwimmbekleidung

Gut sitzende, eng anliegende Schwimmbekleidung (Es gibt einen Unterschied zwischen Schwimmbekleidung und Badebekleidung!). Inzwischen gibt es auch Hightech-Fasern, die beispielsweise das Verhalten von Haifischhaut immitieren.

Eine gut sitzende Schwimmkappe (Pflicht bei langen Haaren für Schwimmer. Für Plantscher gelten andere Regeln.) reduziert den Reibungswiderstand der Haare und verhindert, daß die Haare ständig über das Gesicht hängen (bei langen Haaren). Außerdem verhindert eine Schwimmkappe, daß die ausfallenden Haare im Wasser landen. (Oder sonstiges Zeug, das sich auf den Haaren oder der Kopfhaut befindet…)

Auch ein Neoprenanzug (Schwimmneo, nicht ein Tauch- oder Surfneo!) reduziert durch die glatte, gummierte Oberfläche den Reibungswiderstand.

Leider wird der Neoprenanzug inzwischen von den Nichtschwimmern dazu genutzt, mangelhafte Kraultechnik auszugleichen, da die Auftriebsfähigkeit des Materials verhindert, daß schlechte Schwimmer untergehen. Somit wird ein Kälteschutz zur Schwimmhilfe degradiert…

3. Schwimmbrille

Möglichst kleine und flache Schwimmbrillen aus glattem, reibungsarmen Material, ohne Schnickschnack reduzieren (neben dem Form-) auch den Reibungswiderstand.

Leider ist der Reibungswiderstand von den drei Wasserwiderständen der geringste und damit der unwichtigste. Von den hundertstel Sekunden pro 100m an Zeitgewinn profitieren die Spitzenschwimmer. Für den erwachsenen Späteinsteiger spielt der Reibungswiderstand erst eine Rolle, wenn er zu den Spitzenschwimmern gehört.

Das Paradox des Wasser-Widerstands

Wasserwiderstand ist jedoch nicht nur etwas „schlechtes“, was du vermeiden solltest. Nein. Du brauchst ihn auch. Der Wasserwiderstand hilft dir auch beim Vortrieb.

Ohne den Wasserwiderstand könntest du dich im Wasser nicht vorwärts bewegen.

Du mußt ihn fühlen und nutzen lernen, indem du lernst dich (= deinen Körper) an ihm zu verankern und nach vorn abzudrücken. So entsteht tatsächlich Vortrieb … in Zusammenarbeit mit ein paar weiteren Faktoren, die Thema des ebooks über die Kraftübertragung im Kraulschwimmen sind.

Fazit

Jetzt kennst du die drei Widerstände im Wasser MIT denen du arbeiten mußt, wenn du deine Kraultechnik verbessern und so leichter, länger und schneller Kraulschwimmen willst.

Viel Erfolg.

Links

Was bringt dir eine Videoanalyse für deine Kraultechnik?
29 Irrtümer über das Kraulschwimmen – Richtig gestellt – ebook
Nochmal 29 Irrtümer über das Kraulschwimmen – Richtig gestellt – ebook
Kraultechnik leicht gemacht – Band 1 – Die theoretischen Grundlagen des Kraulschwimmens – ebook
Kraultechnik leicht gemacht – Band 2 – So entstehen deine Schwimmzeiten – ebook
Buche deine Teilnahme am 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop für erwachsene Späteinsteiger ins Kraulschwimmen

(c) 2020 Vera Bleeke. Alle Rechte vorbehalten.